Zwischen Überwachung und Repression – Politische Verfolgung in der DDR 1971 bis 1989 PDF

Staatssicherheitsministerium, Staatssicherheitsdienst, Staatssicherheit und Zwischen Überwachung und Repression – Politische Verfolgung in der DDR 1971 bis 1989 PDF sind Weiterleitungen auf diesen Artikel. Februar 1950 gegründet und entwickelte sich zu einem weitverzweigten, personalstarken Überwachungs- und Repressionsapparat, dem im Jahr 1989 etwa 91. 000 hauptamtliche Mitarbeiter und zwischen 110.


Författare: Johannes Raschka.

Texte und Dokumente zur politischen und gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Lage in der DDR vor allem während der 80er Jahre.br
Das Buch gibt einen Überblich über die Mittel und Methoden politischer Verfolgung während der Amtszeit Honeckers. Dabei zeichnet die Studie einerseits ein plastisches Bild politischer Verfolgung aus der Sicher der Opfer, andererseits aber wird deutlich, dass es sich hierbei nicht um vereinzelte oder gar zufällig angewandte Repressionsstrategien handelt. Die Untersuchung basiert auf der Auswertung von Fragebögen und Interviews sowie der Stasi-Akten Betroffener.br

Aus der DDR-Bevölkerung gerieten Menschen ins Visier des MfS, wenn Verdacht auf politischen Widerstand gegen die SED, Spionage oder Republikflucht bestand. Tätigkeit bereits ab Anfang Dezember infolge des Drucks der Bürgerkomitees einstellte und bis März 1990 vollständig aufgelöst wurde. Mit dem Wachregiment Feliks Dzierzynski gehörte zum MfS auch eine eigene militärisch-operative Truppe, die 1990 etwa 11. Das Ministerium für Staatssicherheit baute bei seiner Gründung am 8. Februar 1950 auf zwei Vorgängerorganisationen sowjetischer Prägung auf. MfS für Aufnahmen der erkennungsdienstlichen Fotos.

Agententätigkeit verdächtigten Karl Laurenz und Elli Barczatis. Beide wurden 1955, nachdem das MfS ermittelt hatte, zum Tode verurteilt und 2006 strafrechtlich rehabilitiert. In den 1950er Jahren konnte sich die Stasi als stalinistische Geheimpolizei etablieren und zählte 1956 bereits rund 16. Januar 1950 fasste das Politbüro der SED den Beschluss zur Bildung des MfS. Februar 1950 bestätigte die Volkskammer der DDR einstimmig das Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit, das am 21.

Die 1951 gegründete Objektverwaltung Wismut blieb bestehen. So wurden durch MfS und Volkspolizei bis zum Abend des 22. Eine kurze Phase der Entstalinisierung führte im Sommer 1956 zur vorzeitigen Entlassung von 25. 000 Häftlingen, darunter zahlreiche politische Gefangene. Auch die bis dahin gängige Folterpraxis stand intern zur Diskussion.

Fokus lag vermehrt auf der Repression gegenüber inneren oppositionellen Kräften. Im Mai 1971 wurde Walter Ulbricht durch Erich Honecker gestürzt. Im Zuge dessen wurde der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke zunächst zum Kandidaten, fünf Jahre später auch zum stimmberechtigten Mitglied des Politbüros gewählt. Entscheidende Fragen der MfS-Tätigkeit berieten beide jedoch in wöchentlichen Vier-Augen-Gesprächen. Nach Plänen der SED sollte das MfS reformiert werden.

Dazu kam es jedoch nicht mehr. 17 Tage später, am Morgen des 4. Dezember 1989, wurde die Bezirksstelle des AfNS in Erfurt von Bürgern besetzt, nachdem bekannt geworden war, dass die Stasi-Akten vernichtet werden sollten. Februar 1990 billigte der Runde Tisch die Selbstauflösung der Auslandsaufklärung des MfS, der sogenannten Hauptverwaltung Aufklärung, kurz HV A. Nach zwei Wochen Diskussion wurde am 26.

Die Auflösung der Staatssicherheit war mit der Wiedervereinigung am 3. Kraft, das der Deutsche Bundestag mit großer Mehrheit verabschiedet hatte. Nach den Bestimmungen des Stasiunterlagengesetzes ist die namentliche Nennung von IM zum Zweck der Aufklärung und der Forschung zulässig. Das 1992 in Kraft getretene Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz regelt die Aufhebungen grob rechtsstaatswidriger Strafmaßnahmen und Freiheitsentziehungen.