Zur Sozialgeschichte der Kindheit PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Der Begriff der Übertragung stammt aus der Tiefenpsychologie, insbesondere der Psychoanalyse. Der Begriff der Übertragung stammt von Sigmund Freud zur Sozialgeschichte der Kindheit PDF wurde später von zahlreichen seiner Schüler und unter anderem von Carl Gustav Jung, weiterentwickelt.


Författare: Mieko Minigawa.

Der Begriff ist eng verwandt mit dem Begriff der Projektion, bei der Eigenschaften, die die projizierende Person bei sich selbst nicht wahrhaben möchte, anderen Personen zugeschrieben werden. Man unterscheidet generell zwischen positiver und negativer Übertragung. Dabei ist zu beachten, dass meist beide Pole vorhanden sind, nur dass die eine Art der Übertragung im Vordergrund steht, der andere, unbewusste Gegenpart dagegen im Hintergrund. Freud hat den Begriff auch in Zusammenhang mit der Traumanalyse benutzt.

Freuds Konzept der Übertragungsneurose stellt eine andere Bezeichnung für sein Modell der Psychoneurose aus Gründen unterschiedlich anzuwendender therapeutischer Techniken dar. Alfred Lorenzer hat die psychoanalytische Arzt-Patient-Beziehung als eine Sprachanalyse untersucht. Eine weitere in therapeutischer Hinsicht besondere Form der Neurosen stellen die Organneurosen dar. Eine Angestellte wird von ihrem Vorgesetzten immer wieder heftig und ungerecht abgewertet. Trotzdem bewundert sie ihn und versucht, ihm durch gute Leistungen und attraktives Auftreten zu gefallen. Auch in Beziehungen sucht sie immer wieder starke Partner, wobei sie hierbei viel Gewalt erfährt und sich trotzdem nicht trennt. Sie überträgt dabei jeweils Gefühle, die eigentlich ihrem gewalttätigen Vater gelten, auf ihren Chef oder Partner.

Antipathie gegenüber bestimmten Personen: Die Ursachen sind Parallelen zu Personen der Vergangenheit. Im Rahmen von Psychotherapien kommt es regelmäßig zu Übertragungen. Hier richtet der Klient bestimmte Gefühle, Erwartungen oder Wünsche auf seinen Therapeuten, die nicht so sehr dem Therapeuten als Person gelten, sondern als Gefühle eigentlich aus früheren Beziehungserfahrungen des Klienten herrühren. Schulen, insbesondere in der Psychoanalyse, als zentrales Element für den Erfolg der Therapie angesehen. Beispiel: Eine depressive Patientin fühlt sich von ihrer Therapeutin gut verstanden und hegt freundschaftliche oder zärtliche Gefühle für sie. Sie überträgt diese Wünsche und meint, dass die Therapeutin ebenso denken und wünschen würde. Daher kauft sie ihr Geschenke und lädt sie zum Kaffee ein.

Unbewusst sieht sie in der Therapeutin ihre erfolgreiche Schwester, die immer erfolgreicher war als sie und der sie immer nachgeeifert hat. Sigmund Freud: Zur Dynamik der Übertragung. Ute Wahner: Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse in Psychotherapien. Zentralstelle für Psychologische Information und Dokumentation.