Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie PDF

Wer nicht an sich selbst gespürt hat, was Schwermut ist, versteht das nicht, ich hatte das Gefühl zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie PDF schauerlichen Einsamkeit. Zwischen mir und den Menschen und dem Leben der Stadt, der Plätze, Häuser und Straßen war fortwährend eine breite Kluft. Es geschah ein Unglück, es standen wichtige Dinge in den Zeitungen – mich ging es nichts an.


Författare: R. Gaupp.

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib. In der Alltagssprache wird jemand als depressiv bezeichnet, der sich traurig und lustlos zeigt. Diese Verwendung in der Alltagssprache ist nicht unbedingt identisch mit der Krankheit Depression um die es hier gehen soll. Gefühle sind wichtiger Bestandteil unserer Person. Auch negative Gefühle wie Trauer und Ärger sollen uns helfen und haben bei Gesunden einen Sinn. Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Trauer oder Verzweiflung gehören zu den grundlegenden Phänomenen menschlichen Erlebens. Reaktion auf den Verlust von wichtigen Bezugspersonen oder Lebensinhalten, auf Misserfolg oder Kränkung und dienen nicht zuletzt der Um- oder Neuorientierung von Betroffenen.

Unsere Gefühle sind Reaktionen auf alltägliche Ereignisse und wechseln sich rasch ab. Bei Menschen mit einer Depression dagegen besteht meist eine lang anhaltende unangenehme Stimmungslage,  welche sich auf das ganze Verhalten und Erleben auswirkt. Sie ist meist nicht mehr angemessen der Situation angepasst. Appetitstörungen, Libidoverlust, Schlafstörungen, Schmerzen, Konzentrationsprobleme und Suizidideen sind typische Symptome einer Depression. Im Jahr 1993 wurden im Bereich der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt ca. Erleben von Entwertung, Erniedrigung und Verlust in engen Beziehungen ein hohes Risiko für eine Depression bedeutet.

Kritische Lebensereignisse und langfristige Belastungen können unzweifelhaft depressive Verstimmungen auslösen. Unzweifelhaft stellt Armut und Arbeitslosigkeit ebenfalls ein hohes Depressionsrisiko dar. Auch Persönlichkeitsmerkmale können einen Risikofaktor für die Entstehung von Depressionen darstellen. Die Forschung zeigt, dass das Persönlichkeitsmerkmal „vegetative Labilität“ in Verbindung mit dem Merkmal „Rigidität“ im Persönlichkeitsprofil  von Gesunden, das Risiko zu erkranken erhöhen. Die Wirkung von Stress und chronischer Überforderung als Risikofaktor für die Entstehung von Depressionen wird z.