Wer auch immer du bist PDF

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser. Wo kein Weg mehr ist, ist der Beginn des Weges. Was uns den Weg verlegt, bringt wer auch immer du bist PDF voran. Nicht an die Wegweiser glauben, sondern den Weg gehen.


Författare: Bettina Mann.
Briefe schreiben kann das Leben erleichtern. Das denkt auch Rosalie Parker, die versehentlich Post von einer Unbekannten erhält. Sie packt das Schicksal beim Schopf und antwortet mit einem gefühlsgeladenen Brief, was ihr gerade chaotisches Leben und die unglückliche Liebe zu einem Mann, der für sie unerreichbar ist, widerspiegelt. Was anfänglich wie ein unschöner Briefwechsel zwischen einer jungen und einer älteren Frau beginnt, wird allmählich zu einer kostbaren Brieffreundschaft. Was Rosalie nicht weiß: L. Maria Talhoff ist nicht wie angenommen eine ältere Dame. Die Situation spitzt sich zu, als Talhoff sie besuchen möchte.

Wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg. Auch auf breitem Wege kann man sich verirren. Ein Weg entsteht dadurch, dass man ihn geht. Fortschritte auf dem rechten Weg machen. Du gehst immer dort hin, wohin du schaust.

Der Weg zur Quelle geht immer gegen den Strom. Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. Ohne Sehnsucht machen wir uns nicht auf den Weg! Erscheint das Unbekannte wie vertraut: Es ist dein Weg!

Geh deinen Weg und lass die Leute reden. Die unbekannten Wege sind die Geschenke des Lebens. Jeder Tag ist eine Reise, und die Reise selbst – das Zuhause. Wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen. Geh deinen Weg und du wirst getragen. Der Weg vor dir bleibt derselbe.

Rom – keiner jedoch geht den gleichen Weg auf die gleiche Art. Die Zehn Gebote wurden früher nicht nur als „Magna Charta“ des religiösen Lebens, sondern auch als unverzichtbare Grundlage aller Gesellschaften angesehen – davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Dass sich jeder Einzelne in unsere Gesellschaft immer mehr von den zehn Geboten entfernt, wird vermutlich an keinem anderen Gebot so deutlich wie am 8. Die Menschen sind trickreich, wenn sie angesichts von offiziellen Regelungen und dem entgegenstehenden Eigeninteresse nach Schlupflöchern suchen. Besonders wichtig ist es dann, diese Schlupflöcher fantasievoll und möglichst positiv zu benennen. Worum geht es eigentlich beim Gebot „Du sollst nicht lügen“? Auf die Frage, was denn daran so schlimm ist, wenn andere etwas – oder alles – über mich wissen, gibt es eine unehrliche – und eine ehrliche Antwort.

Habe ich denn etwas zu verbergen? Tue ich denn etwas Verbotenes, wenn ich im Internet browse? Ich tue nichts Böses – aber es gibt eben die anderen Bösen, die mit meinen Daten Böses tun“. Deshalb achte ich peinlich darauf, dass ich nicht zuviel von mir preisgebe. Aber – das ist, wenn überhaupt, nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit habe auch ich meine dunklen Seiten und möchte nicht, dass bekannt wird, welche peinlichen Dinge ich gedacht, gesagt oder getan habe.

Ganz gegen diesen Trend steht nun die christliche Verheißung: Wir werden nach unserer Auferstehung alle einen „verklärten“ Leib erhalten. Das Wort „verklärt“ kommt einem wie ein Fremdwort vor und meint scheinbar etwas völlig Unbestimmtes, das erst für das Jenseits gilt. Aber das stimmt nicht: „Verklärt“ bedeutet – im theologischen Sinne – nichts anderes als „geklärt“, bzw. Verklärt“ kann auch die Bedeutung von „geschönt“ haben – wenn zum Beispiel Menschen die Vergangenheit „verklären“. Eine schöne Nebenbedeutung: Unser „verklärter Leib“ wird transparent – und genau darin liegt seine Schönheit begründet! Der verklärte Leib ist aber nicht „durchsichtig“ im Sinne von „optisch transparent“. Dazu sollten wir uns einmal kurz vor Augen halten, wofür der Leib eigentlich gedacht ist.