Wege zur Genese griechischer Identität PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Sein überliefertes Werk sind die neun Bücher umfassenden Historien, die in Form einer Universalgeschichte den Aufstieg des Perserreichs im späten 6. Der von Herodot in den Historien aufgemachte geographische Horizont umfasste sogar die Randzonen der den Griechen seiner Zeit vorstellbaren Welt, in denen Raum wege zur Genese griechischer Identität PDF Fabelwesen und Phantasiebilder war.


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Frontmatter — Inhaltsverzeichnis — Einleitung / Ulf, Christoph — Die griechische Heroenvorstellung in früharchaischer Zeit zwischen Tradition und Neuerung / Lorenz, Günther — Griechen im Vorderen Orient und in Ägypten bis ca. 590 v. Chr. / Haider, Peter W. — Die Welt in Raum und Zeit im literarischen Reflex der episch-früharchaischen Ära. / Bichler, Reinhold / Sieberer, Wido — Altorientalische Motivik in der frühgriechischen Literatur am Beispiel der homerischen Epen. Elemente des Kampfes in der Ilias und in der altorientalischen Literatur (nebst Überlegungen zur Präsenz altorientalischer Wanderpriester im früharchaischen Griechenland) / Rollinger, Robert — Soziogenese und soziale Mobilität im archaischen Griechenland. Gedanken zur Begegnung mit den Völkern des Alten Orients / Weiler, Ingomar — Griechische Ethnogenese versus Wanderungen von Stämmen und Stammstaaten / Ulf, Christoph — Abkürzungsverzeichnis — Literaturverzeichnis — Register

Die Zusammensetzung des persischen Heeres unter Xerxes I. Feldzug gegen die Griechen war Herodot aber auch Anlass, auf die vielfältigen Besonderheiten in äußerem Erscheinungsbild und Kultur der beteiligten Völkerschaften einzugehen. Herodot wurde nach eigenem Bekunden in Halikarnassos in Kleinasien, dem heutigen Bodrum, geboren. Zwischen den von ihm berichteten Reisen hielt Herodot sich bevorzugt in Athen auf, wo er wie in Olympia, Korinth und Theben Vorlesungen aus seinem Werk gab, für die er stattlich honoriert wurde. Historien in der neueren Forschung gewürdigt.

Kein anderer Autor des Altertums habe sich so wie Herodot darum bemüht, seinem Publikum eine Vorstellung von der Vielfalt der ganzen Welt, wie er sie sah, zu vermitteln: von den verschiedenen Völkern in ihren Lebensräumen, von ihren jeweiligen Sitten und kulturellen Leistungen. Wann die Historien publiziert wurden, ist in der Forschung umstritten und kann kaum eindeutig beantwortet werden. Es gibt sichere inhaltliche Bezüge auf Ereignisse des Jahres 430 v. Anspielungen auf Ereignisse im Jahr 427 v. Ungeklärt ist, ob andere Aussagen auf Geschehnisse im Jahr 424 v. Herodot aus Halikarnassos, damit die Taten der Menschen nicht durch die Zeitläufe vergehen, damit die großen und bewundernswerten Taten nicht ruhmlos vorübergehen, die auf der einen Seite von den Griechen und auf der anderen Seite von den Barbaren an den Tag gelegt wurden.

Herodots Historien in einer Handschrift mit eigenhändigen Korrekturen des Humanisten Lorenzo Valla am Rand. Politiktheoretisch bedeutsam ist auch aus moderner Sicht die in den Historien enthaltene Verfassungsdebatte, in der die antiken Staatsformen gegeneinander abgewogen werden. Für sein Werk sammelte Herodot über viele Jahre Berichte von Chronisten, Händlern, Soldaten und Abenteurern und rekonstruierte auf dieser Basis so komplexe strategische Vorgänge wie den Kriegszug des Xerxes gegen Griechenland oder die berühmte Schlacht bei Salamis. Frage der Glaubwürdigkeit des Herodot herrscht bereits seit antiken Zeiten Uneinigkeit. Plutarch schrieb rund 450 Jahre später einen Traktat, in dem er ihn als Lügner verurteilte. In der neueren Forschung sehen die einen in ihm einen methodisch für seine Zeit erstaunlich gut arbeitenden Berichterstatter, andere meinen, er habe vieles frei erfunden und täusche Augenzeugenschaft nur vor.