Schwein gehabt: Ein Leben vor dem Tod PDF

Dieser Artikel behandelt den Aberglauben vom untergeschobenen Kind. Zu Grimms Märchen siehe Der Wechselbalg, zum fiktiven Volk der Schwein gehabt: Ein Leben vor dem Tod PDF siehe Völker im Star-Trek-Universum.


Författare: Bianca Borowski.
Ein Leben vor dem Tod – für Tiere in der industrialisierten Viehwirtschaft ist dies alles andere als selbstverständlich. Denn im Vordergrund steht nicht die artgerechte Haltung, sondern der Profit: Mehr Fleisch, mehr Milch, mehr Eier – und das in immer weniger Zeit. Auf die natürlichen Zeiten der Tiere und der Ökosysteme wird dabei keine Rücksicht genommen. Das hat schwerwiegende Folgen – für die Tiere, denen weder Zeit noch Raum zum Leben bleibt, für die Bäuerinnen und Bauern, die unter Zeitnot leiden, aber auch für Natur und Umwelt, die massiv Schaden nehmen.
Ein Wandel ist dringend geboten – doch wie soll er aussehen, um wirklich nachhaltig zu sein? Dieses Buch gibt ebenso grundlegende wie konkrete Antworten und analysiert die diesbezüglichen Potenziale der biologischen Wirtschaftsweise. Beispiele von ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben zeigen, wie eine auch zeitökologisch nachhaltige Viehwirtschaft praktisch aussehen kann.
Die Studie wurde 2006 mit dem „Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie" ausgezeichnet.

Der für das Böse und Unheimliche stehende Begriff Wechselbalg taucht Anfang des 11. Die Praxis, nach der die so bezeichneten behinderten oder missgebildeten Kinder häufig misshandelt oder umgebracht wurden, erlebte ihren Höhepunkt gleichzeitig mit der Hexenverfolgung vom 15. Die vermutlich frühesten Vorstellungen von untergeschobenen Kindern in Europa finden sich bei den übermütigen, spukhaften, aber noch nicht bösartigen Geistwesen der keltischen und germanischen Mythologie, deren Tradition in zahlreichen Märchen und Sagen weiterlebt. Hinter ihnen steht der weit verbreitete Glaube an magische Mächte in der Natur und an ein früheres leibhaftiges Erleben derselben.

Nordische Trolle bewachen ein gestohlenes schönes Menschenkind. Der römische Waldgott Silvanus soll sich zwar den Wöchnerinnen gegenüber feindlich verhalten haben, aber nicht mit Kindertausch in Verbindung stehen. Mittelalterliche Interpretationen, die ihn als Waldgeist und Wasserdämon sehen und damit für einen Vorläufer der Wechselbalggeschöpfe nördlich der Alpen halten, gelten heute als fragwürdig. Lilith war ursprünglich eine altbabylonische Göttin und sank später zu einem Nachtgespenst herab.

Als solches gilt sie in mittelalterlichen jüdischen Texten als des Teufels Mutter, die Kinder stiehlt und tötet, indem sie ihnen Blut aussaugt. Sie trachtete, die neugeborenen Jungen ab dem achten und die Mädchen ab dem zwanzigsten Tag schwach und krank zu machen. Der Kindertausch wird in den Sagen allgemein der im jeweiligen Volksglauben dominierenden böswilligen Gestalt zugeschrieben. In litauischen Märchen ersetzt die Laumė ein Kind durch einen Wechselbalg.