Religion zwischen Kunst und Politik PDF

Die Entwicklung der deutschen Presse am Beispiel der Stadt Mannheim  – in Einzeldarstellungen von 49 Zeitungen – mit Blick auf den Liberalismus bis 1850 – mit Blick religion zwischen Kunst und Politik PDF Liberalismus und Arbeiterbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Und darüber hin schwanken wirkungslos die Träume, die immer Träume bleiben werden: Gerechtigkeit, Glück und Friede.


Författare: Manfred Jakubowski-Tiessen.

Das 19. Jahrhundert war eine Phase rapide fortschreitender Modernisierung. Mit dieser Modernisierung ging ein S"kularisierungsproze  einher, dessen Ausma  und Tragweite nach jeweiligem Blickwinkel unterschiedlich bewertet werden. In dem Band wird der Zusammenhang zwischen der S"kularisierung und unterschiedlichen Manifestationen von Religion und Religiosit"t im 19. Jahrhundert untersucht. Es wird nach dem Einflu  und der Bedeutung des Religiösen im 19. Jahrhundert, nach der bleibenden Pr"gekraft religiöser Deutungssysteme und nach synkretistischen Religionsformen gefragt. Die Instrumentalisierung des Religiösen in Politik und Gesellschaft wird ebenso thematisiert wie der Legitimationsverlust tradierter Religion und deren Verflüchtigung zur Kultur. Es geht um Transferpotentiale vom religiösen in den politischen, sozialen und kulturellen Bereich und um die Frage, auf welche Weise überkommene Traditionsbest"nde in erneuerter Form konserviert wurden. Dabei werden Asymmetrien und Widersprüche im S"kularisierungsproze  überaus deutlich. Der Geist der Moderne schuf sich zwar neue Götter, aber der traditionelle Glauben konnte dennoch in einem breite Kreise der Bevölkerung erfassenden Mentalit"tswandel eingebunden werden.

USA: Bereits die Gründerväter Amerikas haben ihre Nation nach dem Vorbild der römischen Republik modelliert, haben die zu Mythen gewordenen exempla virtutis der Römer für ihre Zwecke usurpiert. So stilisierte sich Präsident George Washington als ein zweiter Cincinnatus. Wie dieser als vom Pflug abberufener Diktator und Feldherr im Jahre 458 v. Das Werk beschreibt die Geschichte Roms von Kaiser Trajan bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453. Die darin etablierte Auffassung von der Geschichte Roms als Niedergangsphänomen schuf eine Art historiographischen Archetypus, der bis in unsere Tage fruchtbar geblieben ist.

Dichotomie, die es bereits in der Antike gab: Als Erfolgsgeschichte aufgefasst hat sie der Grieche Polybios in seinem Hauptwerk der historiai: Voller Bewunderung stellt er die Ausgewogenheit der römischen Staatsverfassung und die daraus resultierende Stärke Roms heraus. Als Niedergangsgeschichte dagegen fasst sie zu Cäsars Zeiten der Geschichtsschreiber Sallust auf – in der sog. Unter beiden gegensätzlichen Perspektiven wird gegenwärtig die Rolle der Großmacht USA verhandelt: Ist Amerika eine Macht im Aufstieg, oder sind die USA bereits im Niedergang begriffen? Bei dieser Frage handelt es sich vorwiegend um eine inneramerikanische Debatte, die sich in zwei Lager teilen lässt: in die sog. Parallelen zwischen dem Imperium Romanum und den USA 1. Rom absorbierte wie die USA Menschen verschiedener Nationen und Glaubensrichtungen und verlieh ihnen das Bürgerrecht. Das seit 1782 bestehende Staatssiegel der USA trägt die programmatische lateinische Inschrift E pluribus unum, eine Formel, die auch auf alle amerikanischen Münzen geprägt ist.

Dieser Prozess der zunehmenden Verarmung weiter Schichten zugunsten der Bereicherung einer kleinen Elite an der Spitze der Gesellschaft ist typisch auch für Amerika in den letzten Jahrzehnten geworden. Im Zeitraum von 1970-2000 durchliefen die Vereinigten Staaten einen Prozeß der gesellschaftlichen Polarisierung ähnlich dem in Rom. Rom wie die USA haben in ihren jeweiligen Einflussbereichen einheitliche Maßstäbe in verwaltungstechnischer, ökonomischer und kultureller Hinsicht geschaffen. Dabei lassen sich die von den Römern geschaffenen Infrastrukturen wie das weitverzweigte Straßennetz und das in seiner Schnelligkeit bis zum Aufkommen der Eisenbahn unerreichte Postsystem des cursus publicus mit der weltumspannenden Computertechnik amerikanischer Provenienz wie Microsoft, Apple, Google etc. Wie die Amerikaner heute hatten die Römer die besttrainierte Armee ihrer Zeit, den größten Militärhaushalt und die beste Ausrüstung.

Die amerikanischen Militärausgaben machen ein Drittel der Militärausgaben weltweit aus. Die Gladiatorenspiele des Kolosseums hatten neben ihrer systemaffirmierenden Funktion der Unterhaltung und Ablenkung breiter Massen auch die Aufgabe, nach innen und außen die Kampfbereitschaft, Härte und Unbezwingbarkeit der Römer zu kommunizieren. Eine vergleichbare Funktion scheinen die Fernsehreportagen über US-Militäroperationen und martialische Heldenfilme Hollywoods zu übernehmen, die nicht selten vom Pentagon, dem amerikanischen Verteidigungsministerium, unterstützt werden. Die Straßen waren für Rom zunächst aus militärischen Gründen wichtig.

Schnell konnte man Truppen in alle Gebiete des Reichs schicken. Allmählich wurden die Straßen zu wichtigen Handelsrouten. Was ursprünglich eine militärische Innovation war, wurde bald zu ökonomischen Zwecken genutzt. Wie Rom wissen die USA, dass neben der sog. Idque apud imperitos humanitas vocabatur, cum pars servitutis esset. Uneigennützigkeit, sondern Macht- und Geldkalkül stecken hinter den scheinbaren Wohltaten der Großmacht.

Er wurde wie der spätere Cheruskerfürst Arminius in Rom erzogen und kehrte nach Sussex als römische Marionette zurück. Beim Aufstand der Boudicca 60 n. Romani consuetudine, ut haberet instrumenta servitutis et reges. Als Beispiele für indirekte US-Herrschaft wird man v. Chiles ehemaligen Präsidenten Augusto Pinochet, der mit Hilfe Amerikas am 11. September 1973 einen Putsch gegen die demokratische Regierung durchführte, um Amerikas Vorstellungen von Ökonomie umzusetzen.

Diese Politik indirekter Herrschaft kann aber auch dramatisch fehlschlagen, wie der Fall des in Rom erzogenen Arminius zeigt, der den Römern in der Teutoburger Schlacht 9 n. Niederlage beibrachte und letztlich zur Aufgabe der Idee führte, Germanien zur Provinz zu machen. Als moderne Parallele drängt sich auf der beim US-Geheimdienst CIA ausgebildete saudiarabische Prinz Osama bin Laden, auf dessen Konto der Anschlag vom 11. Rückstoßeffekte’ – verfasst, in dem er die Reaktionen der Welt auf die unilaterale Außenpolitik der Regierung Bush jun.

Als bedeutendster blowback ist ohne Zweifel der Terroranschlag vom 11. Der Althistoriker Jeremy Paterson von der Newcastle University vergleicht Nineeleven mit der sog. Die Mythologisierung der eigenen Vergangenheit ist eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Rom und den USA. Kaiser Augustus reklamierte mit seiner Herrschaft den Beginn einer neuen Epoche, eines goldenen Zeitalters des Friedens. Der Dichter Horaz komponierte für die ludi saeculares des Jahres 17 v.