Rechtliche Aspekte der Präimplantations- und Präfertilisationsdiagnostik PDF

Die PID ist seit den frühen 1990er Jahren verfügbar und wurde bereits bei der Zeugung von über 10. Sie wird hauptsächlich zur Erkennung von Erbkrankheiten und Anomalien der Chromosomen angewendet. Auch die Rechtliche Aspekte der Präimplantations- und Präfertilisationsdiagnostik PDF des Geschlechts oder bestimmter erblicher Eigenschaften des Kindes sind möglich.


Författare: Susanne Schneider.

Die Präimplantationsdiagnostik (PGD) beschreibt die Möglichkeit der genetischen Untersuchung von Embryonen außerhalb des mütterlichen Körpers. Ziel des Verfahrens ist es, nur solche Embryonen zu transferieren, die keine genetischen Defekte aufweisen. Die PGD hat sich im Laufe der letzten zwei Jahre zum Fokus der biopolitischen Debatte gewandelt und stellt nunmehr neben dem therapeutischen Klonen und der Stammzellforschung das zentrale Thema eines in der kommenden Legislaturperiode zu erwartenden Gesetzesvorhabens dar. Nach einer kurzen Einführung in die medizinischen Grundlagen des Verfahrens, einfachgesetzlichen und standesrechtlichen Vorgaben, liegt der Schwerpunkt der rechtlichen Untersuchung bei der sich an einer Schutzpflichtendogmatik ausrichtenden verfassungsrechtlichen Würdigung der PDG. Dabei finden insbesondere Parallelen zum Schwangerschaftsabbruch und dessen rechtlicher Behandlung Beachtung.

In vielen Ländern, darunter den meisten europäischen Ländern, ist die PID gesetzlich geregelt und für teils unterschiedliche Anwendungen erlaubt. Embryos vor dessen Implantation in die Gebärmutter der Frau bezeichnet. Die Präimplantationsdiagnostik ist von der Präfertilisationsdiagnostik zu unterscheiden. Bei dieser Methode finden die Untersuchungen statt, bevor man die Zellkerne von Eizelle und Spermium zusammenbringt, also vor dem Embryonalstadium.

1990 kam in Großbritannien das erste Kind zur Welt, bei dem mittels PID das Geschlecht festgestellt worden war, um das Auftreten einer X-chromosomalen Erbkrankheit zu verhindern. Zwei Jahre später wurde das erste Kind geboren, bei dem mittels PID eine monogene Erbkrankheit ausgeschlossen worden war. Die immer verbreitetere Anwendung der PID weltweit ist nicht zuletzt auf eine Ausweitung des Indikationenspektrums zurückzuführen. Heute ist das Aneuploidie-Screening die häufigste Indikation für eine PID. Seit rund 15 Jahren wird diese Untersuchung im Rahmen einer PID immer häufiger bei unfruchtbaren Paaren in meist fortgeschrittenem Alter angewendet, die z. Eine Aneuploidie-Untersuchung im Rahmen einer PID erhöht nicht nur die Chance, ein gesundes Kind zu bekommen, sondern auch die Chance, überhaupt ein Kind zu bekommen.