Radikalisierung und terroristische Gewalt PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Von 2002 bis 2005 war er Terrorismusreferent im Bundeskanzleramt. Al-Qaida Was als loser Zusammenschluss ohne genaue Ziele begann, entwickelte sich in den 1990er Jahren zur gefährlichsten Terror-Organisation von Islamisten: al-Qaida. Al-Kaida-Führer Osama bin Laden spricht im Jahr 1998 an einem unbekannten Ort in Afghanistan mit erhobenem Radikalisierung und terroristische Gewalt PDF gestikulierend.


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Anschläge durch islamistische aber auch rechtsextreme Gruppen und Einzeltäter stellen unsere Gesellschaften vor besondere Herausforderungen. Dies wird beispielhaft deutlich in der hohen Anzahl junger Menschen, die in den letzten Jahren aus Europa ausgereist sind, um sich terroristischen Milizen anzuschließen.
Diese Entwicklungen haben unmittelbare Auswirkungen auf alle Institutionen, in denen Menschen mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen und Bedürfnissen zusammenkommen. Dies birgt zugleich auch Chancen in sich, besorgniserregendes Verhalten frühzeitig zu erkennen, einzuschätzen und zu entschärfen.
Aus vielfältigen praktischen wie wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet dieser Band die Einflüsse und Muster extremistischer Gewalt. Auch geht es um Möglichkeiten der Intervention und den vielversprechenden präventiven Ansatz des Bedrohungsmanagements. Das Buch richtet sich an alle Fachleute und Interessierte, die mit dem Phänomen der Radikalisierung konfrontiert sind oder sich auch einfach nur über die Thematik informieren möchten.

Männer, die am Kampf gegen die Sowjetunion teilgenommen hatten, in einer neuen Organisation dieses Namens aufzufangen. Al-Qaida wurde im August 1988 gegründet, doch handelte es sich damals um einen losen Zusammenschluss ohne genau definierte Ziele, so dass die Gruppe zunächst unbedeutend blieb. Als Organisation in der Form, in der sie die Anschläge des 11. 96, eine gemeinsame Organisation zu gründen. Diese setzte sich zunächst mehrheitlich aus Saudi-Arabern und Ägyptern zusammen.

Saudi-Araber hatten während des Afghanistankrieges eine verhältnismäßig große Zahl von Kämpfern gestellt. Auslösendes Moment war die Präsenz nicht-muslimischer Truppen auf saudi-arabischem Territorium. Damals bildete sich eine stark antiamerikanische islamistische Oppositionsbewegung, deren militanter Flügel von Bin Laden angeführt wurde und der schließlich in der al-Qaida aufging. Die ägyptischen Gruppierungen zielten schon seit den 1970er Jahren auf den Sturz ihrer eigenen Regierung ab.

Der erhöhte Verfolgungsdruck nach dem Attentat auf Präsident Anwar al-Sadat 1981 zwang viele von ihnen ins Exil nach Afghanistan und in den Sudan, von wo aus sie sich jedoch weiter auf künftige Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland vorbereiteten. Zu einem Umdenken führte erst das Scheitern des Aufstandes in Ägypten zwischen 1992 und 1997. 97 begannen Bin Laden und Zawahiri den Aufbau der gemeinsamen Organisation in Afghanistan. Die Gelegenheit dazu bot ihnen der Aufstieg der Taliban, die weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle brachten und der Qaida erlaubten, ihr Hauptquartier und ihre Trainingslager auf afghanischem Staatsgebiet einzurichten. Autoritäre Führung und rudimentäre Organisation al-Qaida war im Jahr 2001 keine homogene Organisation, sondern vor allem die Summe von Einzelgruppierungen, die meist landsmannschaftlich organisiert waren und eine innere Homogenität bewahrten, die Qaida als Gesamtorganisation fehlte. Gefolgsleute Usama Bin Ladens stellten eine weitere Landsmannschaft, Rekruten aus Nordafrika stießen vor allem ab 1998 hinzu.