Prinz Max von Baden. Erinnerungen und Dokumente I PDF

Dieser Artikel behandelt den vom 3. Max von Baden, nach dem 30. Der als relativ prinz Max von Baden. Erinnerungen und Dokumente I PDF geltende Prinz, ein Cousin Kaiser Wilhelms II. Amt des Reichskanzlers in der Schlussphase des Ersten Weltkriegs am 3.


Författare: Max Baden.
Zum Band:
Prinz Max von Baden war im Oktober und November 1918 der letzte Reichskanzler des Deutschen Reichs.
Von Badens Bemühungen für die gerechte Behandlung von Kriegsgefangenen bescherte ihm bereits vor seiner Amtszeit internationale Reputation und ließ ihn des Amtes würdig erscheinen. Während seiner Zeit als Reichskanzler fiel von Baden vor allem durch sein Engagement für friedliche Zustände auf; so übermittelte er das deutsche Waffenstillstandsgesuch und beendete den U-Bootkrieg, um die Alliierten von der Aufrichtigkeit der deutschen Friedensbemühungen zu überzeugen.
Mit dem vorliegenden Werk liefert von Baden einen dramatischen wie präzisen Zeitzeugenbericht des 1. Weltkriegs. Dabei entwickelt seine minutiöse Aufzeichnung der Entwicklungen einen Sog, der dem Leser neben dem tieferen Verständnis der Bedingungen für von Badens Handeln reizvolle und spannende Lektüre bietet.
Zur Reihe Deutsches Reich – Schriften und Diskurse:
Die Reihe Deutsches Reich – Schriften und Diskurse bietet eine Zusammenstellung von Abhandlungen und Vorträgen der deutschen Reichskanzler mit anderen authentischen Zeitzeugnissen der politisch und gesellschaftlich stark prägenden Jahre von 1871 bis 1945. Jeder Band ist sowohl kartoniert als auch gebunden erhältlich, er enthält ein Vorwort sowie eine chronologische Auflistung der Reichskanzler, ihrer Lebens- und Amtszeit und ggf. ihrer Parteizugehörigkeit.
„Die politischen sowie persönlichen Erfahrungen und Handlungen der Deutschen in der Zeit des Deutschen Reiches waren und sind die historische Bürde, aber auch das historische Fundament der von den Siegermächten des zweiten Weltkriegs 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland. […] Für das Verständnis unserer politischen Gegenwart und die Abwägung der Handlungsoptionen für die Zukunft ist die Kenntnis dieser Grundlagen unerlässlich.“ Björn Bedey (Hg.)

Als die durch den Kieler Matrosenaufstand ausgelöste Novemberrevolution am 9. November die Reichshauptstadt Berlin erfasste, wollte er Unruhen entgegenwirken. Zur Zeit der Weimarer Republik spielte Max von Baden keine staatspolitische Rolle mehr. Bis zu seinem Tod im Jahr 1929 widmete er sich vor allem der von ihm 1920 mitgegründeten und bis heute bestehenden Reformschule Schloss Salem. Prinz Max mit seiner Cousine Viktoria von Baden mit deren Ehemann, dem Kronprinzen und späteren König Gustav V. Als sein Onkel, Großherzog Friedrich I.

Offenbar war er auch landwirtschaftlich engagiert. 1914 wurde er reaktiviert und nahm für kurze Zeit seinen Dienst beim Generalstab des XIV. Armee-Korps auf, dem die badischen Truppenkontingente unterstanden. Aber schon im Oktober kehrte er nach Baden zurück. Prinz Max galt als liberaler Aristokrat und wurde immer mehr zum Kristallisationspunkt des gemäßigten politischen Lagers, das in Opposition zum ultrarechten Flügel, vertreten durch die Oberste Heeresleitung, stand. Eine bemerkenswerte Ambivalenz der Persönlichkeit trat 2004 zutage, als zwei junge Historiker einen freundschaftlichen Briefwechsel mit dem Antisemiten und Rasse-Ideologen Houston Stewart Chamberlain im Archiv der Richard-Wagner-Gedenkstätte in Bayreuth entdeckten. Max von Baden war homosexuell, was ihn bei den Moralvorstellungen und Rechtszwängen seiner Zeit zu einem Doppelleben zwang.

Er wahrte den Schein und ließ sich, da er seine dynastischen Ansprüche nur als heterosexuell lebender Mann durchsetzen zu können meinte, zur Heirat drängen und zur Vaterschaft. Er war dadurch erpressbar, was sich am Ende seiner Zeit als Reichskanzler verhängnisvoll auswirkte. Regierungschef für die anstehenden Waffenstillstandsverhandlungen suchte, schien Max von Baden der richtige Mann zu sein. Aber auch innenpolitisch war die Oberste Heeresleitung zu Zugeständnissen bereit, um die Glaubwürdigkeit des Gesuchs zu untermauern. Erich Ludendorff selbst forderte die Umwandlung des Reiches in eine parlamentarische Monarchie unter Einbeziehung der oppositionellen Parteien, v.