Phytopharmaka II PDF

Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Wissen um die verschiedenen Heilpflanzen phytopharmaka II PDF. Diese in der Pharmazie Drogen genannten Ausgangsstoffe werden frisch oder als Aufguss bzw.


Författare: .
Auch das 2. Symposium trägt der raschen Entwicklung von Phytopharmaka in Forschung und klinischer Anwendung Rechnung.

In diesem Buch geht es um die Darstellung der Erkenntnisse

-zur Pharmakokinetik von Vielstoffgemischen,

-zur Analytik und zur biopharmazeutischen Qualität von pflanzlichen Arzneimitteln,

-zu klinisch-pharmakologischen Methoden zum Nachweis der Wirkung

-und um den therapeutischen Stellenwert der Phytopharmaka bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, bei Leber und Darmerkrankungen und in der Onkologie.

Die Pflanzenheilkunde basiert teilweise auf traditioneller Medizin. Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Traditionen spielen eine wichtige Rolle. Nicht immer lassen sich die Wirkungen von Heilpflanzen wissenschaftlich nachweisen. Die Anwendung von Einzelstoffen, die durch Isolierung oder synthetisch gewonnen werden, und ihrer Abkömmlinge erfolgt mit dem Ziel die Wirkung zu verbessern und Nebenwirkungen zu vermindern. In den Staaten der EU müssen pflanzliche Fertigarzneimittel grundsätzlich, wie andere Fertigarzneimittel auch, gemäß den Bestimmungen des Arzneimittelrechts vor der Vermarktung behördlich zugelassen werden. Dazu sind Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachzuweisen.

Für eine angemessene Qualität haben die Beschaffenheit der verwendeten pflanzlichen Drogen und anderen Ausgangsstoffe, ebenso wie die Herstellungsbedingungen, besonderen Standards zu genügen. Nachweis der Wirksamkeit auf dokumentierter traditioneller Erfahrung beruht. Opium, Aspirin, Digitalis, Chinin und andere. Jahrhundert das Buch Précis de Phytothérapie veröffentlichte. In Deutschland begründete ab 1931 Rudolf Fritz Weiss die wissenschaftliche Pflanzenheilkunde.

Die traditionelle Phytotherapie war bis 1800 in Europa unumstößliche Grundlage für alle Arzneibücher, geriet aber durch das Aufkommen der Naturwissenschaften auf ein Nebengleis. Die rationale Phytotherapie basiert auf der traditionellen europäischen Phytotherapie, erhebt aber darüber hinaus den Anspruch, neben vorhandenem Erfahrungsmaterial naturwissenschaftliche Bewertungsmaßstäbe zu verwenden und die Wirksamkeit der enthaltenen Pflanzen sowie der Zubereitungen und Kombinationen jeweils anhand von Studien belegt zu haben. Die Bezeichnung Kampō kam in Japan während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf, um die traditionelle Medizin gegen die einströmende westliche Medizin abzugrenzen.

Japan bereits während der Edo-Zeit und ganz besonders seit der ersten Hälfte des 20. Seit Jahrzehnten wird die medizinische Wirksamkeit der chinesischen Kräutermedizin oder TCM in Studien erforscht. 3000 Jahre Geschichte können nicht irren! Ein anderer, hochinteressanter Befund betrifft die individualisierte CKM.

Auch in der indischen Ayurveda-Tradition werden Pflanzen zur Heilung eingesetzt. Bei allen Zubereitungsarten spielt die Auslösungszeit eine besondere Rolle, da sich abhängig von der Zeit bestimmte Stoffe aus den Pflanzen lösen. Die Zubereitungsweise richtet sich nach den Inhalts- bzw. Die Art der Zubereitung kann entscheidenden Einfluss auf die Wirkungsweise ein und derselben Pflanzenart haben. Infus: Pflanzenteile werden mit heißem bzw.

Wasser übergossen und nach einer bestimmten Ziehzeit abgeseiht. Dekokt: Pflanzenteile werden in Wasser gekocht und dann abgeseiht, vor allem bei Wurzeln oder kieselsäurehaltigen Pflanzen. Mazerat: Pflanzenteile werden mit kaltem Wasser aufgegossen und nach einer bestimmten Ziehzeit abgeseiht, zum Beispiel bei schleimstoffhaltigen Pflanzen, da Schleimstoffe hitzeempfindlich sind. Urtinktur: Ein wie die Tinktur ebenfalls alkoholischer Auzug, der in der Homöopathie als Ausgangsstufe für die Herstellung homöopathischer Potenzen eingesetzt wird.

Als Auszugsmittel dienen synthetische oder pflanzliche Öle. Salbe: Pflanzenextrakte können zur Salbenherstellung verwendet werden. Durch phytochemische und pharmakologische Untersuchungen konnte die chemische Struktur vieler Inhaltsstoffe aufgeklärt werden. Deutscher Apotheker Verlag, 2015, ISBN 978-3-7692-6211-7.

Volker Schulz, Rudolf Hänsel: Rationale Phytotherapie. Siegfried Bäumler: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung. Fischer bei Elsevier, München 2010, ISBN 978-3-437-57271-5. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1990, ISBN 3-323-00191-5. New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S.