Naturwerksteine PDF

Ein Werkstein ist ein Stein, der als Werkstück, also als Gegenstand der Fertigungstechnik, betrachtet wird. Massiver Stein wird von Steinmetzen verwendet. Natursteine unter einer Dicke von 8 cm werden in der Naturstein-Naturwerksteine PDF 18332 als Platten und über 8 cm als Massivarbeiten bezeichnet.


Författare: Siegfried Siegesmund.

Mit diesem neuen Band aus der Reihe "Beuth Wissen" liegt erstmals ein kompaktes Grundlagenwerk über Naturwerksteine und deren Nutzung in der Praxis vor. Es dient nicht nur Ausbildungsgrundlage für Studierende des Bauingenieurwesens und Auszubildende an Gewerblichen Lehranstalten, auch Bauingenieure, Architekten, Denkmalpfleger, Restauratoren sowie Mitarbeiter in Bau- und Denkmalämtern können hier ihr Fachwissen auffrischen und erweitern. Stichpunkte aus dem Inhalt: Einführung // Grundlagen // Gesteinstechnische Prüfungen von Naturwerksteinen // Gesteine als Rohstoffe // Architektur und Natursteinnutzung // Erläuterung zu 200 ausgewählten Natursteinen aus Deutschland und aller Welt.

Massive Arbeiten herzustellen, nennen die Steinmetzen Werkarbeit, sie stellen demzufolge ein Werk, Werksteine, her. Werden alle Sichtflächen bearbeitet, spricht man vom allseits bearbeiteten Werkstück. Die nicht sichtbaren Flächen eines Werkstücks bleiben meist rau und werden entsprechend den Anforderungen lediglich in der Oberfläche eingeebnet. Betonwerksteine sind künstlich hergestellte Werksteine, auch Kunststein genannt. Neben Zement als Bindemittel und gegebenenfalls verschiedenen Hilfs-, Zusatz- und Füllstoffen wird für die Herstellung überwiegend Kies, also natürliches Gestein als Zuschlag verwendet.

Die Werksteinoberfläche wird bearbeitet, um beispielsweise folgende Strukturen zu erhalten: spaltrau, geflammt, gestockt, bossiert, gesägt, geschliffen oder poliert. Geflammte Oberflächen werden heute häufig auch noch gebürstet, um eine angenehmere und pflegeleichtere Oberfläche zu erhalten. Die größeren Steine der Tempel von Göbekli Tepe gehören zu den ältesten bekannten Werksteinen der Weltarchitektur. Die Außenmauern bestehen hingegen aus Bruchsteinen. Hütten aus Ästen und Zweigen mit Abdeckungen aus Blättern, Schilf und Gras. Bruchsteinbauweise noch bis ins ausgehende Mittelalter, wenngleich die Ecksteine von Torbauten oder Bergfrieden zumeist exakt behauen wurden.