Magdeburg. Stadtplan PDF

Pressemitteilung magdeburg. Stadtplan PDF „Wir gestalten Dresden“ – 06. Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft e. Zwei Netzwerke unternehmen einen letzten Rettungsversuch.


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Mit dem Stadtplan Magdeburg lässt sich die Elbmetropole mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten entdecken. Zu sehen gibt es u. a. das Alte Rathaus mit dem goldenen Reiter, das Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen oder den Magdeburger Dom. Besonders interessant ist DIE GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG, das zuletzt geplante Bauwerk des Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Das Straßenverzeichnis sorgt für eine optimale Orientierung.

Leider verschwinden damit auch fast alle wertvollen Teile der bedeutenden Kunst am Bau. Das einstige Kunstwerk der kompletten Schmuckwand aber ist vernichtet. Die ehemaligen Robotron-Häuser an der St. Petersburger Straße in Dresden sollen abgerissen werden und Platz machen für Wohnungen. Ein Kasseler Unternehmen hat in dieser Woche den Kaufvertrag unterzeichnet. Es will so schnell wie möglich neu bauen. Dresdner Robotron-Areal: Neuer Investor will Wohnungen bauen, DNN vom 28.

Für das Projekt mit dem Titel „Lingner Altstadtgarten Dresden“ wurde die Tochterfirma Immokles AG gegründet. Fast alle Gebäude des ehemaligen Robotron-Areals sollen abgerissen werden, sie wurden nicht als denkmalschutzwürdig eingestuft. Es wird zur Zeit ein Bebauungsplan erstellt. Mit der Ansiedelung von Infinion und AMD, den Flagschiffen der Chipherstellung im Dresdner Norden, liegt das einstige Vorzeigeobjekt der DDR-Forschung, städtebaulich und architektonisch von der Öffentlichkeit weitestgehend ignoriert, als wertvollster Innenstadtraum brach.

Der offene städtische Raum mit seinem verblichenen Ostcharme hat eine ganz eigene Ausstrahlung. Natürlich ist die riesige Weite des Städtebaus, an heutigen Maßstäben von städtischer Dichte und Urbanität gemessen, undiskutabel. Und dennoch: das Provisorium birgt große Potentiale und sollte stärker in das stadtplanerische Blickfeld rücken. Diese Idealplanungen für den östlichen Altstadtring von Anfang der 90er sind jedoch über ein Jahrzehnt später überholt und in Zeiten stagnierenden Wachstums Makulatur. Doch in der real existierenden Marktwirtschaft hat sich Dresden anders entwickelt als erhofft. Innenstadtlage werden heute anscheinend weder gebraucht noch sind sie zu finanzieren.

Architektonisch kann man auf den ersten Blick dem jetzt vorhandenen Robotrongelände wenig Charakteristisches abgewinnen. Auffällig sind die markanten Beton-V-stützen am Atrium in 2 MP Stahlskelettbauweise, die hinter Glas zu entdecken sind. Beide Atrium-Hof-Komplexe zeichnen sich durch starke horizontale, bandartige Gliederung mit umlaufenden Fenster- und Brüstungselementen aus. Später hat einzig und allein das Robotronzentrum alle Gebäude für sich vereinnahmt.

Um 1969 existierten umfangreiche Pläne zur künstlerischen Ausgestaltung des Geländes. Aus unbekannten Gründen blieben diese jedoch fast alle in der Schublade. Einen geringen Teil dieses damaligen hohen künstlerischen Anspruchs konnte, sieht man die Robotronbauten mal genauer an, durchaus umgesetzt werden. In den 80er Jahren kam die eindrucksvolle Figurengruppe auf dem unbenannten Platz gegenüber dem Rathaus hinzu. Diese besondere Betonung meist der Stirnseiten von Bürogebäuden durch plastische Formsteine kann als ein hervorstechendes Merkmal einer durchaus künstlerisch experimentierfreudigen Epoche gelten.

Man hatte, laut Aussagen des Architekten Axel Magdeburg, aus der Not eine Tugend gemacht: da es zur damaligen Zeit in der DDR kaum großflächige Glasscheiben gab, ließ man sich gestalterisch etwas einfallen und entwickelte in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern eben jene gereihten Formsteinfassaden. Allgemein wird die Tristesse der kubischen Baublöcke beklagt – übersehen wird dabei gerade jene abwechslungs-reiche Gestaltungsfreude durch den Baustoff Beton. Die industrialisierte Fertigung ermöglichte und provozierte zugleich eine rasche Produktion von Fertigteilen. Leider sind diese Beton- und Keramikformsteine durch unsensible Sanierungen oder Komplettabrisse stark der Zerstörung ausgesetzt. Auch außerhalb des Robotron-Geländes finden sich an vielen Stellen der Stadt immer noch Gebäude oder durchbrochene Wandmauern mit erstaunlich manigfaltigen Betonformsteinen. Maschinelle Rechentechnik an der TH Dresden in den 50ern hatte sich in der DDR an zwei verschiedenen Stellen, in Dresden und Jena, eine Forschung auf dem Gebiet der Rechentechnik herausgebildet.