Krise PDF

Die Faschoda-Krise fand 1898 zwischen Großbritannien und Frankreich statt. Sudan in den Jahren seit 1819 schrittweise erobert, durch den Mahdi-Aufstand aber ab 1885 die tatsächliche Kontrolle über das Land verloren. Eine weitere europäische Macht mit Ambitionen in Ostafrika war das Königreich Italien. Nach dem Sieg der Krise PDF unter Kaiser Menelik II.


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Ein Begriff, der die Hoffnung ebenso wie den nahenden Untergang in sich birgt, die Krise, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Modebegriff entwickelt: Die Krise ist sprachlich omnipräsent und wird in tagesaktuellen Medien ebenso gerne bemüht wie in den Kulturwissenschaften. Zwischen akuten politischen und militärischen Auseinandersetzungen, deren mediale Darstellungen meist Untergangsszenarien gleichen, und gesellschaftlichen Kontroversen, etwa um ein defizitäres Bildungssystem oder um die möglichen Folgen des Klimawandels, die dauerhaft im Hintergrund zu schwelen scheinen, zeigt sich ein breites Spektrum an Zuständen, die mit dem Begriff Krise belegt werden. Doch je häufiger diese sprachlich beschworen wird, desto vielfältiger werden ihre Semantiken, wodurch ihre wissenschaftliche Bearbeitung zusehends erschwert wird.
Der Sammelband „Krise“ will den Begriff aus linguistischer, literaturwissenschaftlicher und kulturhistorischer Perspektive ausleuchten und dabei verschiedenen begrifflichen Konzeptualisierungen, Manifestationen und Wirkungsweisen der Krise nachgehen.

Frankreich hatte es 1882 versäumt, an der Niederschlagung der ägyptischen Urabi-Bewegung teilzunehmen, und seinen zuvor großen Einfluss dort zunehmend an die Briten verloren. Eine Expedition zum oberen Nil sollte Frankreichs Rolle in der Region wieder aufwerten und eine Landverbindung der französischen Kolonien in West- bzw. September 1898 besiegte Kitchener in der Schlacht von Omdurman die Mahdisten entscheidend, deren Aufstand damit praktisch niedergeschlagen war. Kitchener erfuhr nach der Besetzung Khartums schnell von der Präsenz der Franzosen in Faschoda und schiffte sich umgehend mit einer Truppe von rund 1500 Mann und mehreren Kanonenbooten nach Süden ein.

September erreichte ein britisches Kanonenboot mit Kitchener an Bord Faschoda. Die Franzosen wurden aufgefordert, ihr kleines Fort zu räumen. Die Gespräche zwischen beiden Seiten fanden in einer freundlichen Atmosphäre statt, Marchand erklärte aber, sich ohne Anweisungen seiner Regierung nicht zurückzuziehen. Die Nachricht von der Situation in Faschoda erreichte schnell Europa und rief in der britischen und französischen Presse heftige Reaktionen hervor. Die Franzosen waren sich der Gefahr eines Zweifrontenkriegs gegen Großbritannien und Deutschland bewusst und wünschten stattdessen eher ein Bündnis mit Großbritannien gegen Deutschland. Im Sudanvertrag steckten beide Seiten kurz darauf ihre jeweiligen Interessengebiete ab. Die friedliche Lösung der Faschoda-Frage wird als wichtige Voraussetzung für die Entente cordiale von 1904 betrachtet.

The Story of Marchand and Fashoda. Book Guild Ltd, Lewes 2001, ISBN 1-85776-537-0. 1914, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Diese Seite wurde zuletzt am 12. Juni 2018 um 07:51 Uhr bearbeitet.