Krankheiten der Verdauungsorgane PDF

Aquarianern besteht ein sehr tiefer Graben. Kaum ein Thema in der Aquaristik ist dermaßen umstritten. Hochzuchtliebhaber führen kulturelle Aspekte an und bestreiten, daß es bei Goldfischen Zuchtformen gebe, deren Merkmale den Tieren Leid bereiten. Und unkundige Neulinge krankheiten der Verdauungsorgane PDF selten an die Problematik und die mit der Haltung verbundenen Schwierigkeiten und werden dann mit Schwierigkeiten und Vorwürfen konfrontiert.


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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

Aufklärung tut not, auf beiden Seiten. Ursprünglich habe ich auf meiner Goldfisch-Website deutlich Stellung gegen die Hochzuchtformen bezogen. Ich habe dafür viel Zustimmung, aber auch einige wenige kritische Stimmen als Resonanz erhalten. Um sachlich zu bleiben, habe ich die Argumente der Befürworter sehr ernst genommen und mich mit ihnen auseinandergesetzt. Ich habe also Überlegungen angestellt, mich kundig gemacht und diskutiert. Dieses Dokument hat mir viel Kopfzerbrechen und Mühen bei Recherche und Formulierung bereitet. Ich möchte diese Trennung durchführen und ausloten, ob kulturelle Aspekte mit einer tiergerechten Aquaristik vereinbar sind oder nicht.

Dies ist um so dringender, da seit einigen Jahren schwierige Varietäten auch oft von Anfängern gekauft werden, und die Qualität der angebotenen Tiere deutlich zu wünschen übrig läßt. Gesetzgeber unausgegorene Regelungen und Verbote erläßt. In Ansätzen ist dies bereits der Fall, wie weiter unten erläutert wird. Ich erwarte von Goldfischfreunden, daß sie die Vorwürfe ernst nehmen und über ihre Vorlieben nachdenken. Umgekehrt fordere ich die Kritiker auf, fundierte Kritik zu üben und nicht emotionsbeladen stereotype Vorurteile zu verbreiten. Viele der Zuchtformen treffen auch meinen persönlichen Geschmack überhaupt nicht.

Gesellschafts-Aquarien aus wild durcheinander gewürfelten Arten ohne natürlichen Bezug, und das klassische Amazonas-Becken im Wohnzimmer läuft Gefahr, das Bild des röhrenden Hirsches über dem Sofa zu ersetzen. Aquarianern angestrebte Bild einer Unterwasserlandschaft hat mit natürlichen Gewässern nicht viel gemeinsam. Goldfischformen passen nicht in solcherart eingerichtete Aquarien. Ich empfinde es in diesem Zusammenhang als anmaßend und bevormundend, jemandem vorzuschreiben, welchen aquaristischen Stil er zu bevorzugen habe. Die Vielzahl an Zuchtformen entstand meist zu Zeiten, in denen der Konfuzianismus eine bedeutende Rolle im chinesischen Leben spielte. Eine der konfuzianistischen Forderungen ist, daß Ordnung und Frieden gesichert, und das Leben der Menschen, der Tiere und der Dinge, ihre Erzeugung und Neuerzeugung, erhalten wird. Wir haben es bei den Goldfischvarietäten also mit direkten Produkten einer alten und reichen, aber uns zunächst fremden und oft unverständlichen Kultur zu tun.

Goldfische sind Produkt und Spiegel asiatischer Kultur. Darüber aus unserer Sicht urteilen zu wollen, ist anmaßend und ignorant. Wir sollten sehr vorsichtig sein, fremde Kulturen beurteilen zu wollen. Ohne Bambus ist der Mensch unzivilisiert.