Konnten jüdische Frauen mithilfe der Berliner Salons ihre soziale Situation verbessern? PDF

Die Geschichte Berlins beginnt mit der Vor- und Frühgeschichte und reicht bis zur dauerhaft menschlichen Besiedlung des Berliner Raumes nach dem Ende der letzten Eiszeit etwa 18000 Jahre zurück. Die älteste urkundliche Erwähnung Berlins datiert aus dem Jahr 1244. Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Begriff br’lo bzw. Der Stadtname ist weder auf konnten jüdische Frauen mithilfe der Berliner Salons ihre soziale Situation verbessern? PDF angeblichen Gründer der Stadt, Albrecht den Bären, gestorben bereits 1170, noch auf das Berliner Wappentier zurückzuführen.


Författare: Melanie Bader.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Universität Augsburg, Veranstaltung: Geschichte Europa Frühe Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung: Die Besonderheit der jüdischen Salons
Die Berliner Salons, die ihre Blütezeit um 1800, also in der Romantik, hatten, waren die ersten Sozietäten, die Frauen und Juden, wenn man von den jüdischen Gesellschaften Mendelssohns und Co. absieht, nicht ausschlossen. Sie wurden sogar von Frauen, zu einem großen Teil auch jüdischen Frauen, geleitet. Dabei galten selbst in der Aufklärungsperiode Frauen als zu unintelligent und Juden als zu verdorben und gottgläubig um an aufgeklärten Diskussionen teilnehmen zu können. Doch da viele Gelehrte und Männer hohen Standes diese jüdischen Salons besuchten, stellt sich die Frage, ob jüdische Frauen ihre soziale Stellung mithilfe der Berliner Salons verbessern konnten. Während ein Teil der Historiker die Salons als Grundstein der weiblichen Emanzipation ansahen, bemängelten andere, dass Salonfrauen kaum publizierten und somit nur als Musen der Männer betrachten werden können. Ebenso befürworteten einige Wissenschaftler den starken Assimilationsdrang vieler jüdischer Salondamen- und besucherinnen, wobei vor allem jüdische Historiker jedoch dieses Verhalten als Verrat an der jüdischen Gemeinde ansahen.
Über die Quellenlage lässt sich sagen, dass es zwar keine offiziellen Dokumentationen der Berliner Salons gibt, doch zu dieser Zeit gab es einen regen Austausch von Briefen, auch über die Teilnahme an den Salons, und es wurden Tagebücher geschrieben, in denen die Eindrücke aus der Salongesellschaft schriftlich fixiert wurden.
In meiner Ausarbeitung möchte ich zunächst an dem Beispiel der Rahel Levin aufzeigen, wie schwierig es für eine jüdische Frau zu dieser Zeit war, sich trotz der Bekanntschaft vieler bedeutender Persönlichkeiten in der christlich-deutschen Gesellschaft Akzeptanz zu verschaffen. Jedoch im darauffolgenden Kapitel werde ich dann die wohl effektivste Methode für eine Jüdin, in Berlin gesellschaftlich aufzusteigen, nämlich die Heirat eines Adligen, vorstellen. Diese Mischehen wurden durch die Salons begünstigt. Danach werden die Konzepte verschiedener Salonbesucher über deren Juden- und Frauenbild aufgezeigt, da diese Meinungen teilweise durch die Salons geprägt wurden und eine Resonanz der damaligen gesellschaftlichen Ansichten über jüdische Frauen bieten. Im vierten Kapitel wird schließlich das preußische Emanzipationsedikt erläutert, woraufhin die schriftstellerischen Tätigkeiten der jüdischen Salonfrauen analysiert werden.

Funde von Feuersteinen und bearbeiteten Knochen lassen auf eine Besiedlung des Berliner Raums seit etwa 60. Zu dieser Zeit waren weite Teile Nord- und Ostdeutschlands von den Vergletscherungen der letzten Eiszeit bedeckt, die ungefähr von 110. Die Plateaus Barnim und Teltow bildeten sich parallel zum späteren Lauf der Spree. Kulturen mit Ackerbau und Viehzucht, die handgefertigte Keramiken und Vorratsspeicher benutzten. Drei Bestattungen auf dem Gebiet von Schmöckwitz aus dieser Zeit bilden die ältesten Menschenfunde auf Berliner Boden. Die meisten jungsteinzeitlichen Funde stammen von der Kugelamphorenkultur um 2000 v.

Rund 200 bronzezeitliche Fundstellen bezeugen eine immer dichter werdende Besiedlung an der Havel und Spree. Mit Beginn der Eisenzeit um 600 v. Germanen ins Berliner Gebiet vor und siedelten sich auf den waldreichen Höhen des Barnim und des Teltow an. Teile der germanischen Stämme das Gebiet um Havel und Spree und wanderten Richtung Oberrhein nach Schwaben.

Im Berliner Raum nahm daher die Besiedlungsdichte ab, er blieb aber von germanischen Restgruppen besiedelt. Jahrhundert kamen Slawenstämme in die Lausitzer Gegend und Ende des 7. Jahrhunderts auch in das weitgehend entvölkerte Spree-Havel-Gebiet. Sie ließen sich in bisher unbesiedelten Landstrichen nieder. Im späteren Berliner Stadtkern gibt es keine slawischen Spuren. Sprewanen, die zum Stammesverband der Lutizen gehörten. Die Sprewanen gründeten weitere Siedlungen auf den Gebieten von Mahlsdorf, Kaulsdorf, Pankow und Treptow.