Johann Gottlieb Fichte im Verhältnis zu Kirche und Staat PDF

Herder ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Mohrungen geboren, einer Stadt mit kaum 2000 Einwohnern in der preußischen Provinz Ostpreußen. Die Verhältnisse seiner Eltern waren bescheiden, aber nicht so dürftig, dass auf eine gute Erziehung der Kinder hätte verzichtet werden müssen. Herder johann Gottlieb Fichte im Verhältnis zu Kirche und Staat PDF in seiner Heimatstadt die Stadtschule.


Författare: Adolf Lasson.
Nachdruck des Originals von 1863.

Besonders beeinflusste ihn der Diakon Sebastian Friedrich Trescho, gleichfalls Pietist, dessen Faktotum er wurde. In Königsberg erkannte Herder bald, dass er für den Beruf des Chirurgen ungeeignet war, und schrieb sich als Student der Theologie an der Universität Königsberg ein. Einflussreich war von den Universitätslehrern nur Immanuel Kant, außerhalb der Universitätskreise besonders Johann Georg Hamann. Auch die Schriften Jean-Jacques Rousseaus beeindruckten Herder sehr. Seine Philosophie weckte das eigne Denken auf, und ich kann mir beinahe nichts Erleseneres und Wirksameres hierzu vorstellen, als sein Vortrag war.

Bedeutung erlangte die Kritik Hamanns und Herders an Kant, die rügten, dieser habe die Sprache als originäre Erkenntnisquelle vernachlässigt. Zunächst schrieb Herder Gedichte und Rezensionen für Kanters Königsbergische Zeitung. Wie können die Wahrheiten der Philosophie zum Besten des Volkes allgemeiner und nützlicher werden? Dass Herder im Herbst 1764 an die Domschule nach Riga berufen wurde, kam ihm wegen des drohenden Militärdienstes gelegen. Ein verheerender Brand inspirierte ihn kurz vor seiner Abreise zu dem Gedicht Ueber die Asche Königsberg. Nicht nur Herders Älteste Urkunde des Menschengeschlechts zeigt Nachwirkungen hierauf. 1769 anonym die wichtigste dieser Studien: Kritische Wälder, oder Betrachtungen die Wissenschaft und Kunst des Schönen betreffend.

Zu dieser Zeit stand er im Briefkontakt mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim und Friedrich Nicolai. Herder kritisierte leidenschaftlich einerseits die orthodoxe Einstellung der damaligen Theologie und andererseits die abwehrende Haltung gegen seine reformerischen Schulpläne. Er polemisierte unter anderem gegen das andauernde Übergewicht der Lateiner im deutschsprachigen Raum. Von Christian Adolph Klotz, einem Professor in Halle, und dessen Anhängern wurde er angefeindet, was ihm die Zeit in Riga verleidete. Einem Ruf an eine Petersburger Schule im Jahre 1767 folgte er nicht.