Im Anfang schuf Gott PDF

Miniatur aus einer französischen Bible im Anfang schuf Gott PDF, 13. Die christlichen Vorstellungen Gottes erfuhren im Laufe der Zeit mehrere Änderungen.


Författare: Joseph Ratzinger.
"Die Bedrohung des Lebendigen durch das Werk des Menschen, von der heute allenthalben die Rede ist, hat dem Thema Schöpfung eine neue Dringlichkeit gegeben. Paradoxerweise ist aber gleichzeitig ein nahezu völliges Verschwinden der Schöpfungsbotschaft in Katechese, Predigt und auch Theologie festzustellen. Die Schöpfungsberichte werden versteckt; ihre Aussage gilt als nicht mehr zumutbar…." So der Verfasser selbst im Vorwort. Und er fragt sich, ob dies alles keine Geltung mehr habe.
Die vier Homilien des Kardinals sowie der ihnen beigefügte Vortrag "Konsequenzen des Schöpfungsglaubens" möchten die 2wesentlichen Anliegen des christlichen Schöpfungsglaubens wieder ins Bewußtsein rücken und Ermutigung für ihre Einfaltung in Verkündigung und Theologie geben".

Paulus glaubte Jesus Christus in seiner neutestamentlichen Theologie als göttlichen Erlöser der Menschheit und Sohn Gottes. Vater, Sohn und Geist gemeinsam genannt. In der frühchristlichen, heidenchristlichen Phase kann zwischen zwei großen Gruppen unterschieden werden. Auf der einen Seite gab es vom Hellenismus beeinflusste Denker, die ein mehr griechisch-philosophisches Verständnis des im Neuen Testament verkündeten Gott hatten und die menschliche Vernunft zu dessen Verständnis als ausreichend befanden.

Die Gnostiker waren die ersten christlichen Theologen nach Philon von Alexandria, die die Ideen des Mittelplatonismus aufgriffen. Gnostiker glaubten, dass es am Anfang einen perfekten Gott gab. Im Apokryphon des Johannes ist beschrieben, wie Sophia ein imperfektes und missgestaltetes göttliches Wesen namens Jaldabaoth hervorbrachte, den Gott der Juden. Apokryphon des Johannes beispielsweise finden sich eindeutige Aussagen zur Transzendenz. Der valentinische Gelehrte Ptolemäus behauptete in seinem Brief an Flora, das Alte Testament sei völlig falsch, da es einen unvollkommenen Gott beschreibe.

In ihren Schriften beschreiben proto-orthodoxe Kirchenväter wie Tatian, Athenagoras und Theophilus Gott als transzendent und ewig, frei von zeitlichen oder räumlichen Grenzen, und mit höchster übernatürlicher Macht und Ehre ausgestattet. Der erste bedeutende christliche Apologet, Justin der Märtyrer, beschrieb in seinen Schriften eine transzendente Gottesvorstellung, die teilweise vom Mittelplatonismus beeinflusst war. Theophilus betonte die Transzendenz Gottes und wies darauf hin, dass alle anderen Bezeichnungen sich auf seine Attribute und Handlungen beziehen, nicht aber auf sein Wesen selbst. Albinus und dem Corpus Hermeticum behauptet. Eine noch höhere Lehre von Gott vertrat Clemens von Alexandria.