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Schritt reiten – Hufrehe PDF-Bewegung als Pferde-Training? Bewegung – wie sieht es bei Ihrem Pferd aus?


Författare: Romo Schmidt.
Die Zahl erkrankter Pferde ist alarmierend! Der Pferdebesitzer wird nach der Lektüre in der Lage sein, die Erkrankung möglichst schnell zu erkennen und die richtigen Sofort- und Therapiemaßnahmen einzuleiten.

Schritt wird unterschätzt Schritt reiten: Training für Körper und Psyche ist weit mehr als nur langsame Fortbewegung! Pferde in Bewegung Pferde in Bewegung halten – und zwar in langsamer Schritt-Bewegung: Für ein krankes Pferd erst einmal ein nicht ganz so leicht zu erreichendes Ziel. Training ist immer eine Gradwanderung zwischen Belastung und Schonung. Wir möchten möglichst Gelenkschonend trainieren, wollen aber auf der anderen Seite auch einen Trainingsreiz für alle Gewebe schaffen. Was bietet sich da mehr an als der Schritt? Die Frage sei erlaubt: Ist Schritt reiten überhaupt Training?

Schritt reiten gehört im allgemeinen Verständnis zum Aufwärmen: Pferde sollten bis zu 20 Minuten im Schritt aufgewärmt werden! In der Praxis fällt jedoch auf, dass es scheinbar viel zu langweilig ist, Schritt zu reiten. Wieviel und wie lange Schritt reiten? Ein kurzer Ausflug in die Anatomie: wofür sind unsere Pferde eigentlich „gebaut“?

Zeit mit der Futteraufnahme und mit Ruhephasen. Unser Training und die üblichen Haltungsbedingungen sehen heute anders aus. Durch recht eingeschränktes Futterangebot fressen die Pferde nur noch wenige Stunden, die übrige Zeit stehen sie und die Reitzeit besteht nur zu einem geringen Teil aus Schritt, hauptsächlich aus Trab und Galopp. Die Fundstellen rund um das Thema Wie viel Bewegung braucht ein Pferd? Bewegung im Schritt – möglichst über viele Stunden am Tag – unabdingbar für die Gesunderhaltung unserer Pferde ist. Umso mehr auch für die Erholungsphasen von kranken Pferden!

Einen unteren Mindestwert für die tägliche zurückzulegende Strecke im Schritt ist wissenschaftlich noch nicht gesichert. Aber 5 km Schritt bei ruhigen Ponyrassen oder Kaltblütern wäre wahrscheinlich eine Orientierungsmarke. Je lauffreudiger die Rasse, desto mehr sollte es sein. Bei Arabern liegt die Vermutung nahe, dass täglich ca 10 km im Schritt die Gesunderhaltung unterstützen könnte.

Warmreiten innerhalb von 10 Minuten zwischen 1 km und 1,25 km. Bei 20 Minuten warmreiten im Schritt, also zwischen 2 und 2,5 km. 40 m: Um dort 3 km im Schritt zu reiten, müßten ca. Da das nicht nur für das Pferd mehr als langweilig wäre, sollte die Schrittarbeit ins Gelände verlegt werden!

Beim Pferde-Aufbau-Training gilt die Devise: im Schritt wird Ausdauer und Kondition aufgebaut und zwar auf eine gelenk- und sehnenschonende Art und Weise! 1-2 mal in der Woche sollte ein ca. 2-3 stündiger Ausritt – hauptsächlich im Schritt! Egal bei welcher Disziplin: Wir würden unseren Pferden einen großen Gefallen und viel für die Gesunderhaltung unserer Pferde tun! Bei 1 Stunde im Schritt im Gelände wird je nach Geschwindigkeit eine Strecke von ca. 6 km zurückgelegt – bummelt das Pferd etwas, dann entsprechend weniger.

Eine Führanlage könnte die Schrittarbeit ebenfalls gut ergänzen. Aber die Schrittarbeit im Gelände sollte nicht zu kurz kommen: allein durch die Anpassung an den unebenen Boden, die psychische Wirkung auf das Pferd mit Umwelteinflüssen in Kontakt zu kommen, die positive Wirkung auf das Herz- Kreislaufsystem, wenn auch noch Steigungen mit eingebaut werden und die positive Wirkung auf die Atemorgane, die ohne Staub mal kräftig durchatmen können, sind durch keine andere Trainingsmöglichkeit zu erreichen. Training ersetzt NIEMALS die freie Bewegung Nicht zu vergessen: Kein Training ersetzt die Möglichkeit der freien Bewegung des Pferdes. Damit sich Pferde auf der Koppel oder im Auslauf auch tatsächlich bewegen, gilt es entsprechende Anreize zu schaffen. Es wird deutlich: als Pferdehalter müssen wir uns eine Menge einfallen lassen, damit wir unseren Pferden überhaupt die Rahmenbedingungen schaffen, dass sie gesund bleiben. Bodenarbeit, Ausreiten, Pferde als Handpferd mitnehmen, Führanlage, Auslaufhaltung sind Möglichkeiten dem Pferd Abwechslung und Schrittbewegung zu verschaffen, das eigentliche Training für die entsprechende Disziplin kommt noch oben auf. Bei kranken Pferden haben wir indes das Problem, das wir dem Pferd zunächst die Schrittbewegung erst einmal wieder zu ermöglichen helfen.

Bei Schmerzen dürfen wir natürlich unter keinen Umständen ein Pferd in die Bewegung zwingen! Dennoch:  bietet ein Pferd von sich aus die langsame Schritt-Bewegung an, dann sollten wir dieses Angebot auch annehmen. Training können wir die Pferde vor dem Metabolischen Syndrom und damit vor etlichen Varianten der Hufrehe schützen, auch PSSM-Pferde können nur mit regelmäßiger Bewegung symptomfrei gehalten werden. Stoffwechselentgleisungen sind Alarmrufe des Pferdeorganismus, dass er mit der Haltung und dem Umfeld nicht mehr klarkommt.