Gutes Leben PDF

Europäer an ein Leben nach dem Tod. Dabei scheinen der Phantasie keine Grenzen gesetzt zu sein: Von der Wiedergeburt mit oder ohne Karma, über das Entschweben in eine andere Dimension, dem Entgleiten in den Himmel gutes Leben PDF vorbeiziehender Kometen bis hin zum klassischen Himmel mit oder ohne Hölle und Fegefeuer.


Författare: Cornelia Richter.
C. Richter: Zur Fragilität des guten Lebens. Eine Einführung – J. Tralles: Der Traum vom guten Leben im Freien. Ein Spaziergang durch die Malereigeschichte – C. Richter: Hoffnung, Zuversicht und große Plane. Vorstellungen vom guten Leben bei Hip-Hop-Kids und Studierenden – J. Lauster: Augenblick und Ewigkeit. Aspekte einer Theologie des Glucks – G. Richter: Gibt es Gesundheit in der Medizin? – C. Demmerling: Scham, Schuld und Empörung: Moralische Gefühle und das gute Leben – A. M. Esser: Die Wege zum Guten. Die Tugenden als Problem der Ethik – C. Heilmann: Redeangst und Redefreiheit – B. Hayo: Ökonomische Wohlfahrtsmessung mithilfe der Lebenszufriedenheit am Beispiel der Transformationsländer Osteuropas – T. Bonacker: Gutes Leben für alle: Wer ist für die Lösung globaler Probleme verantwortlich? – A. Heyder: Soziale Dominanzorientierung und Autoritarismus zur Erklärung von Minderheitenabwertungen in Deutschland – U. Knoop: Leben – literarisch – A. Morgenstern: Auch der Tod gehört zum Leben – E. Franke: Jammertal und Paradies. Wie Religionen Leben und Tod konzeptualisieren – D. Korsch: Gestörter Glaube und die Frage nach dem guten Leben

Tod kommt, umso weniger leidet der Mensch unter den Schmerzen seiner Krankheit oder Verwundung. Das ist allerdings – auch nach Auffassung der Kirche – keine biologische Selbstverständlichkeit wie zum Beispiel die Verwandlung einer Raupe zu einem Schmetterling. Nein, die Kirche bezeichnet das Sterben eines Menschen schon als ein Unglück: Denn die Seele verliert mit dem Leib ihre Möglichkeiten der Kontaktaufnahme, der Wissensaneignung, der Ausdruckfähigkeit von Gefühlen und noch vieles mehr. Dabei scheint das eigentlich Bedrückende im Tod nicht der leibliche Schmerz zu sein – wovor die Menschen heutzutage verständlicherweise am meisten Angst haben – sondern die zunehmende Einsamkeit.

EEine Seele, die ihres Leibes beraubt ist, ist ihres „Weltbezuges“ beraubt, denn der Leib, der der Seele bislang ihren Ort in unserem Universum gab, ist ihr genommen. Sie bildet sozusagen ein Universum für sich. Nun hindert sie nichts mehr, ihren seelischen Regungen, die sie sich im Laufe ihres Lebens zueigen gemacht hat, freien Lauf zu lassen. Hier spricht die Kirche von drei verschiedenen Zuständen: Himmel, Hölle und Fegefeuer.

Hölle wird doch wohl kaum einer freiwillig aufsuchen, oder? Im Grunde ist aber jede Seele ein Ort für sich. Es handelt sich eher um die Art, wie die Seele nun das Universum ihrer eigenen Einsamkeit prägt. Vereinzelung durch den Verlust des eigenen Körpers kein großes Unglück.

Gott in der Nähe zu sein, der das eigene Verhalten als moralisch verwerflich abqualifiziert. Alles in allem: Einem solchen Menschen geht es ziemlich schlecht – und trotzdem wird er eher die Einsamkeit wählen als ein Leben in der Gegenwart Gottes. Nun: Gott gewährt ihm diesen Wunsch. Es gibt allerdings auch Menschen, die sich auch ein wenig – oder ein wenig mehr – nach der Gegenwart Gottes gesehnt haben. Die in allem, was sie getan haben, immer auch den Versuch sahen, Gott näher zu kommen. Menschen, die manchmal sogar Zeit aufgebracht haben, Gott nahe zu sein – natürlich meistens mit Hintergedanken. Naja, man hat halt seine Bitten und Anliegen.