Gestalten des Deismus in Europa PDF

Im Anschluss an Friedrich Wilhelm Joseph Schelling werden außerdem Wissenschaften der Natur und des Gestalten des Deismus in Europa PDF unterschieden. In der heute bekannten Form stammt sie hauptsächlich von Wilhelm Dilthey. Er wollte eine eigene theoretische und methodologische Begründung der Literatur- und anderer Kulturwissenschaften leisten, nämlich im Gegenzug zu deren Orientierung an den im 19. Jahrhundert empirisch-gesetzmäßig begründeten und deshalb führend und für andere Wissenschaften vorbildlich gewordenen Naturwissenschaften.


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Zu den philosophie- und theologiegeschichtlichen Formationen, denen in der Zeitspanne zwischen dem späten 16. und dem 18. Jahrhundert die Überwindung der vormodernen Welt die wichtigsten Impulse verdankt, gehört ohne Zweifel der Deismus. Seine Leitideen sind der Gedanke der Suffizienz einer um moralische Vorschriften zentrierten ‚natürlichen‘ Religion, die aus bloßer Vernunft zugänglich ist, die Überflüssigkeit einer übernatürlichen Offenbarung und die daraus abgeleitete Forderung nach Toleranz und Denkfreiheit. Diese Ideen weisen den Deismus geradezu als „die Religionsphilosophie der Aufklärung“ (Ernst Troeltsch) aus.
Diese maßgebliche Rolle, die der Deismus im Modernisierungsprozess der frühneuzeitlichen Philosophie und der europäischen Kultur im weiteren Sinne gespielt hat, ist seit langem bekannt – und doch fehlt es an einem differenzierten Gesamtbild. In den letzten Jahrzehnten sind zum einen wichtige Forschungserträge erzielt worden, zum anderen hat die Deismus-Forschung etliche Desiderate festgestellt, denen sie teilweise bereits nachgegangen ist. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Günter Gawlick fand deshalb im Juni 2010 ein Arbeitsgespräch zu den Gestalten des Deismus in Europa in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel statt. Der zugehörige von Winfried Schröder herausgegebene Sammelband bündelt die Teilergebnisse der bisherigen Deismus-Forschung zu einer Positionsbestimmung des Deismus in der Kultur-, Ideen- und Geistesgeschichte der Frühen Neuzeit.

Als Vorläufer des Begriffs Weltanschauung und für die Geistesgeschichte ebenfalls wichtiger Begriff kann der Zeitgeist gelten. Eine Unterart der Geistesgeschichte ist die Ideengeschichte, die vom in Berlin geborenen Arthur O. Lovejoy nimmt für die Ideengeschichte als Basiseinheit der Analyse Einzel-Ideen, -Begriffe. Zeiträume, verbinden sich aber zu neuen Mustern und werden in immer wieder neuen Gestalten zum Ausdruck gebracht, nämlich epochentypisch und damit die Geschichte strukturierend. Die Geistesgeschichte war die führende Theorie und Methode in der Germanistik in der ersten Hälfte des 20. Der von Auguste Comte in der ersten Hälfte des 19.

Autorenbiographien: Der Positivismus vertrat den Biographismus, d. Sinne der erwähnten trias von Taine die Werke aus ihren Umständen zu erklären. Entstehungs- und Wirkungsgeschichte einzelner literarischer Texte. Paul Kluckhohn: Die Auffassung der Liebe in der Literatur des 18.

Da die Geistesgeschichte als Theorie und Methode sich als anfällig für völkisches Gedankengut erwies, wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg abgelöst durch die werkimmanente Interpretation. Ab den 1960er Jahren wurden sowohl die geistesgeschichtliche wie die werkimmanente Methode zunehmend als idealistisch bis weltfremd kritisiert, zunächst vom Ansatz einer Sozialgeschichte der Literatur, dann auch von der Mentalitätsgeschichte und der historischen Anthropologie. Interessanterweise war gerade die Epoche der Aufklärung Hauptinteressengebiet sowohl der Geistesgeschichte wie der Sozialgeschichte und der historischen Anthropologie! Isaiah Berlin: Against the Current: Essays in the History of Ideas. Hogarth Press, Pimlico 1979, ISBN 0-7126-6690-7.