Friedensfähigkeit heute PDF

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Friedensfähigkeit wird erst dann erreicht, wenn menschliche Werte wie Solidarität und Menschenwürde von einer genügend großen Anzahl von Menschen gelebt werden. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und das Kriegsgeschehen wurde es Rudolf Steiner klar, dass nach Ende des Krieges dringend eine neue Sozialgestalt des gesellschaflichen Lebens erforderlich war, weil sonst der Welt eine kontinuierliche Kriegsgefährdung drohen würde. Tragischerweise konnte sein Sozialimpuls nicht verstanden und daher nicht verwirklicht werden. Die Folgen des Ausbleibens der in diesem Sozialimpuls enthaltenen Friedensfähigkeit haben wir im 20. Jahrhundert erfahren und müssen sie auch im 21. Jahrhundert erleben. Daher verdient der Sozialimpuls Rudolf Steiners gerade heute, 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, neue Aufmerksamkeit. Eine Besinnung auf diesen Impuls ermöglicht neue Perspektiven und kann Initiativen anregen, welche die Friedensfähigkeit heute stärken können. Möge das vorliegende Buch dazu beitragen, diese Werte besser zu erkennen und auch zu verwirklichen.

Diese drückt das Ziel des Völkerfriedens durch weltweite Abrüstung und Rüstungskonversion aus. In den letzten Tagen aber wird der Berg, auf dem Gottes Haus steht, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben. Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Denn der Mund des Herrn Zebaot hat es geredet.

Haben sie etwas zu beißen, dann rufen sie: Friede! Wer ihnen aber nichts in den Mund steckt, dem sagen sie den Heiligen Krieg an. Ihr erbaut Zion mit Blut und Jerusalem mit lauter Unrecht. Deshalb wird euretwegen der Zion als Feld umgepflügt, Jerusalem wird zum Trümmerhaufen, der Tempelberg zur bewaldeten Höhe. Dieses Gerichtswort kennzeichnet die Zerstörung des Jerusalemer Tempels also als unausweichliche Folge der Ausbeutung der Armen durch korrupte, vom Opferkult abhängige Heilspropheten und Priester. Damit entzog es allen damaligen Autoritäten und dem ganzen Jerusalemer Tempelkult jede Rechtfertigung.