Flussauen zwischen FFH-Richtlinie und Wasserrahmenrichtlinie PDF

Die Jagst ist ein Mittelgebirgsfluss im Norden Baden-Württembergs. Neben dem Kocher und der Enz zählt sie zu den drei größten Flussauen zwischen FFH-Richtlinie und Wasserrahmenrichtlinie PDF des Neckars.


Författare: Yvonne Brückmann.
Im Rahmen der Umsetzung von FFH-Richtlinie und Wasserrahmenrichtlinie gelten Flussauen als Schnittpunkte wasserwirtschaftlicher und naturschutzfachlicher Ziele. Unmittelbar vom Wasser abhängend, zeichnen sich diese Ökosysteme durch Habitat- und Artenvielfalt aus. Der Möglichkeit, innerhalb dieser schützenswerten Gebiete Synergien zwischen Naturschutz und Wasserwirtschaft für ein integratives Flussauenmanagement zu nutzen steht auch die Gefahr gegenüber, dass die Realisierung der angestrebten Umweltziele an Interessenkonflikten beider Fachbereiche scheitert. Vor diesem Hintergrund werden in der vorliegenden Arbeit aus den Vorgaben von WRRL und FFH-RL resultierende Synergie- und Konfliktpotentiale am Beispiel des FFH-Gebietes "Elbaue Beuster-Wahrenberg" untersucht. Dazu erfolgt, ausgehend von den naturräumlichen Standortbedingungen, eine genaue Analyse der jeweiligen Fachplanungen. Als Ergebnis dessen werden gebietsspezifische Synergie- und Konfliktmöglichkeiten identifiziert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf konkreten wasserwirtschaftlichen Einzelmaßnahmen, die im Betrachtungsraum vorkommende FFH-relevante Arten und Lebensraumtypen entweder günstig oder störend beeinflussen können.

1024 folgen Erwähnungen als Jagas, 1371 als Jagst. Die Jagst beginnt ihren Lauf innerhalb des Naturraums Vorland der östlichen Schwäbischen Alb zwischen Schwäbischer Alb im Süden und Frankenhöhe im Norden im Unterraum der recht flachen Pfahlheim-Rattstädter Liasplatten, nicht allzu weit diesseits der Ostgrenze des Landes Baden-Württemberg. Höhe in offener Agrarlandschaft, etwa 600 m südwestlich von Walxheim, einem Ortsteil von Unterschneidheim im Ostalbkreis. Die zum Rhein hin entwässernde Jagst entspringt sehr dicht an der Europäischen Hauptwasserscheide zum danubischen System.

Wenige Kilometer unterhalb ihrer Quelle wird die junge Jagst bei der Stockmühle zu einem See aufgestaut, der als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Nachdem sie etwa zehn Kilometer nach Südwesten geflossen ist, erreicht sie Lauchheim zu Füßen der Schwäbischen Alb. Das Tal der Jagst ist am Oberlauf meist geräumiger und weniger steil als am mittleren und unteren und hat hier wenig Gefälle. Unter diesen Bedingungen hat die Jagst auffällige Auenmäander ausgebildet. Große Abschnitte des Laufs in diesem Bereich wurden allerdings begradigt. Unterhalb Crailsheims erreicht die Jagst an der Heldenmühle den Muschelkalk der Hohenloher Ebene. Ab hier ändert sich der Charakter des Tales grundlegend.