Europäische Rechtskultur PDF

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Författare: Peter Häberle.
Die in Jahrhunderten gewachsene, oft gefährdete »europäische Rechtskultur« steht heute vor zwei Herausforderungen: dem Ausbau des Verfassungsstaates im Osten und der Verarbeitung von »Maastricht«, das eine Besinnung auf die kulturelle Identität Gesamteuropas und seiner Nationen verlangt. Dabei wird das Gespräch der Jurisprudenz mit anderen Kulturwissenschaften unverzichtbar. Die Themen der zwölf Beiträge dieses Buches reichen vom »Gemeineuropäischen Verfassungsrecht«, der »kulturwissenschaftlichen Transformationsforschung« und Rezeptionstheorie bis zum Regionalismus, Föderalismus und den Kleinstaaten, dem »Werkstattcharakter« der Schweiz und den monarchischen Strukturen in europäischen Verfassungsstaaten.
»… Beeindruckend sind die Klarheit der Sprache und damit die gute Lesbarkeit der zuvor verstreuten Beiträge ›in einem Zug‹: Häberle macht süchtig, und dies bei einer oft eher spröden Materie; seine Begeisterung für den Verfassungsstaat steckt an. …«
Michael Kilian (Halle), in: Die Verwalltung 1996, S. 273 ff.
»… Der ›rote Faden‹, den der Titel verspricht, wird durchweg deutlich und vermittelt dem Leser ein vertieftes Bewußt-Sein um die europäische Verfassungstradition und -zukunft. … Für den Weg zu einer europäischen Einigung bleibt Häberles Aufsatzsammlung eine bewußtseinserweiternde Lektüre …«
Max Emanuel Geis (Konstanz), in: ARSP 1997 (Heft 1), S. 147 ff.

Die Rezeption des römischen Rechts bezeichnet einen kulturgeschichtlichen Vorgang, der gemeinhin als wissenschaftliche Durchdringung der kontinentaleuropäischen Gewohnheits- und Partikularrechte durch das römisch-kanonische Recht verstanden wird. Systematisierung des Rechtsstoffes für die Bedürfnisse der forensischen Praxis. In Gang gesetzt wurde die Rechtsrezeption mit der Wiederauffindung einer handschriftlichen Hauptquelle des römischen Rechts, den justinianischen Digesten. Die Rezeption des römischen Rechts wird in die Stadien der Früh- und der Spätrezeption eingeteilt. In der Frührezeption waren es vor allem die Klöster und geistlichen Gerichte, die Träger der Rezeption waren. Der Grund hierfür ist in den juristisch ausgebildeten Geistlichen zu sehen, die den Gerichten oder Klöstern vorstanden. Jahrhundert können die neu gegründeten Universitäten als bedeutendster Träger der Spätrezeption angesehen werden.

An diesen wurde nach der Gründungswelle Mitte des 14. Die erste eingehende Beschäftigung mit dem römischen Recht wurde im 12. Jahrhundert von den Rechtsgelehrten in Bologna und Pavia in Form einer Kommentierung der Texte des corpus iuris civilis erreicht. In der nachfolgenden Zeit wurden die Glossen immer umfangreicher, so dass diese in separaten Büchern zu Kommentaren wurden. Die in dieser Phase arbeitenden Juristen wandten sich außerdem immer mehr der Rechtspraxis in den Ländern Europas zu und beeinflussten diese durch die Anfertigung von Rechtsgutachten. Sie versuchten zum ersten Mal, Rechtsentscheidungen durch Abstraktion vom Einzelfall zu lösen und somit gemeinsame Grundsätze aus der Praxis zu entwickeln.

Gericht im HRR eine tragende Rolle bei der fortgeführten Rezeption des römischen Rechtes zugedacht. Wissenschaftlich wurde die Rezeption in der Epoche des Usus modernus pandectarum im Heiligen Römischen Reich wieder vorangetrieben. Auf Grund der Tatsache, dass das römisch-kanonische Recht nicht als Reichsrecht formell eingesetzt worden war, wurden die aufgestellten Rechtssätze in der Zeit des Heiligen Römischen Reiches fortlaufend der kritischen Prüfung unterzogen. Heiligen Römischen Reich gebildet werden konnte. Am Ende der Epoche wurde der usus modernus schon von der beginnenden Aufklärung und der damit stattfindenden Auseinandersetzung mit dem Naturrecht durchsetzt.

Die letzten Auswirkungen der Rezeption äußerten sich in Deutschland in jener Entwicklung, die letztendlich zur Kodifikation des Bürgerlichen Gesetzbuchs führten, nämlich die im 19. Paul Koschaker: Europa und das römische Recht. Franz Wieacker: Privatrechtsgeschichte der Neuzeit unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Entwicklung. Gerhard Wesenberg, Gunter Wesener: Neuere deutsche Privatrechtsgeschichte im Rahmen der europäischen Rechtsentwicklung. Michael Rainer: Das Römische Recht in Europa.

Udo Wolter: Ius canonicum in iure civili. Weg von Amalfi über Pisa nach Florenz erhält eine dokumentarische Stütze in einer toskanischen Urkunde aus dem Jahre 1076. Darin berufen sich Rechtskundige erstmals in nachantiker Zeit wieder auf eine Digestenstelle. Diese Seite wurde zuletzt am 29. Dezember 2018 um 21:32 Uhr bearbeitet.

Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Dieser Artikel thematisiert die romanessprachigen Bevölkerungsgruppen. Roma bilden die größte ethnische Minderheit Europas. Roma wird im Deutschen etwa im Wortpaar Sinti und Roma abgrenzend von der Teilgruppe der Sinti auch als Bezeichnung für osteuropäische Roma oder mit diffusem Inhalt benutzt. Eigenbezeichnung in der Sprache Romanes die Angehörigen der Gesamtminderheit. Wie also nennen sich die Zigeuner?