Erziehen mit Gelassenheit PDF

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Författare: Christiane Kutik.
Wenn ein Kind auf die Welt kommt, überschlagen sich die Gefühle: Da ist Glück und Freude – doch bald schon gibt es Spannungen, Ärger und Not. Das Kind ist eigenwillig. In der Beziehung beginnt es zu kriseln, und die Nerven der Eltern liegen blank. Christiane
Kutik – erfahrene Erzieherin und Elterncoach – zeigt in ihrem Buch zwölf konkrete Wege zu mehr Gelassenheit im Familienalltag.

Finden Sie es heraus und bestellen Sie kostenlos: Ihren individuellen Gehaltsreport. Hier erfahren, worauf Top-Arbeitgeber bei Bewerbern achten. Aber manche Menschen können damit einfach besser umgehen. Resilienz lernen: Lässt sich die Widerstandskraft fördern? Die Verhaltensforscher haben den Begriff allerdings adaptiert und auf den Menschen übertragen. Resilient ist, wer die seelisch-emotionale Widerstandskraft aufbringt, sich von Stress, Krisen und Schicksalsschlägen nicht charakterlich verbiegen zu lassen, sondern das Beste aus dem Unglück macht, daraus lernt und durch die sogenannte Leiderfahrung über sich selbst hinauswächst. Resilienz ist die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Statt hilflos das eigene Leben zu betrachten, beschreibt Resilienz die Kraft, weiter zu machen und sich den Herausforderungen aufs Neue zu stellen. Diese Fähigkeit kann sich schon bei Kindern zeigen. Etwa, wenn diese mit Verlusten oder Traumata konfrontiert werden. Positive Bezugspersonen und frühe Unterstützung sind für die Entwicklung der Resilienz bei Kindern von großer Bedeutung. Der Resilienz gegenüber steht die sogenannte Vulnerabilität.

Sie ist praktisch das Resilienz Gegenteil und beschreibt die besondere Verwundbarkeit eines Menschen gegenüber negativen Einflüssen. Vulnerable Menschen sind hochsensibel oder zartbesaitet und werden besonders leicht durch negative Ereignisse verletzt und herunter gezogen. Schätzungen zufolge sind von dieser Hochsensibilität rund 15 Prozent der Bevölkerung betroffen. Allerdings gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass diese intensive Form der Wahrnehmung allenfalls geschult, aber nicht geheilt werden kann. Oder man hätte den berühmten Stehaufmännchen-Effekt zur Erklärung der Resilienz herangezogen. So einfach ist das aber nicht. Niemand ist immun gegen das Unglück.

Eine schwere Krankheit, ein Autounfall, der Tod des Partners oder eines Kindes, der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes können auch die stärksten Charaktere niederschmettern. Neuropsychiater Boris Cyrulnik, der seit vielen Jahren auf diesem Gebiet forscht und mehrere Bücher über Resilienz, Traumabewältigung und die einzelnen Resilienzfaktoren verfasst hat. Von jeher versucht uns die Philosophie zum souveränen Umgang mit Leid und Krisen zu erziehen. So betrachtet war zum Beispiel die antike Schule der Stoa eine einzige Suche nach Resilienzfaktoren. Inwiefern das, was die römischen Stoiker lehrten, wirklich mit Resilienz zu tun hatte, bleibt aber dahingestellt. Sicher ging es den großen Gelassenheits-Lehrern von Epiktet über Seneca bis hin zu Marc Aurel immer um den rechten Umgang mit dem Leiden und die Suche nach dem Seelenfrieden.

Ein Weg, den die heutige Psychiatrie übrigens für pathologisch bedenklich hält. Wahre Lebenskunst kann nicht darin liegen, das Leid zu verleugnen, die Schmerzgefühle zu unterdrücken. Der entscheidende Unterschied ist: Menschen mit Resilienz gelingt dies schneller als dem Rest von uns. Natürlich leiden auch sie in ihrem Leben.

Sie kommen aber schneller darüber hinweg und verharren nicht an einem Tiefpunkt. Menschen, die zum Beispiel glauben, immer nur Pech zu haben und auf der Schattenseite des Lebens zu stehen, lähmen sich selbst und schüren eher noch die Verzweiflung. Situation beherrschen und verbessern zu können. Trotz großen Wohlstands, geringer körperlicher Belastungen und allerlei technischer Errungenschaften, die das Leben eigentlich leichter machen sollten, fühlen sich die Menschen ständig unter Druck.

Hoch sind die Ansprüche an Schnelligkeit, Professionalität und Akkuratesse im Berufsalltag. Die amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner kommt darin ebenfalls vor. Auch sie trug viel zum Verständnis der Widerstandsfähigkeit und der Resilienz bei. Sie begleitete einst 698 Kinder, die 1955 auf der hawaiianischen Insel Kauai geboren wurden, bis diese 40 Jahre alt waren.

Unter den Kindern waren manche, die in Armut lebten, kaum Zugang zu Bildung hatten oder bei denen ein Elternteil psychisch erkrankt war. Zwei Drittel der Kinder führten zwar auch als Erwachsene kein geregeltes Leben. Einem Drittel aber gelang es, die schwierige Kindheit hinter sich zu lassen. Dieses Drittel zeigte eine besondere Widerstandsfähigkeit. Dazu gehörte vor allem eine optimistische Grundeinstellung, Motto: Die Gegenwart ist zwar fürchterlich, aber es gibt auch ein Morgen.