Eine Kiste Nichts PDF

Der Ausdruck findet als Modebegriff sowohl allein, als auch in Zusammensetzungen, wie Retro-Stil, Retro-Modell oder Retro-Design, Verwendung. Eine Kiste Nichts PDF-Moden sind inzwischen in nahezu allen Bereichen kultureller Produktion anzutreffen, vom Alltagsgegenstand über Kleidung und Architektur bis zu Literatur und Musik. Retrogrades zeigt sich besonders in der immer rascheren Reanimation von Moden vergangener Jahrzehnte in allen erdenklichen Kulturbereichen.


Författare: Lena Hesse.
Zielgruppe: Kinder ab 3 Jahren
Das Huhn freut sich, denn es bekommt vom Hasen eine Kiste zum Geburtstag. Doch – nanu? Da ist ja gar nichts drin!
Eine Kiste Nichts ist ein Ausflug in die Phantasie mit viel Witz und Kreativität. Die liebevoll illustrierte Geschichte von Lena Hesse zeigt Kindern, dass es manchmal einfach nur ein bisschen Einfallsreichtum braucht, um mit gewohnlichen Dingen viel zu anzustellen!

Retro ist ein auch in der Kleidermode beliebter Begriff für den ästhetischen Rückgriff auf das Formenvokabular vergangener Epochen und Genres. Die zur Retrowelle zugehörige Mode wird auch Retrolook genannt. Retro im Sinne kulturellen Rückgriffs kann auch als neuer Begriff dafür, dass in bestimmten Epochen aus unterschiedlichen Gründen Rückgriffe auf die Vergangenheit postuliert und realisiert wurden, gedeutet werden. Der Begriff Renaissance enthält einen Anklang an das Retrograde bereits im Namen. Seit den 1970er Jahren werden stilistische Rückgriffe auf frühere Genres und Epochen besonders auch als Indiz für die These der anbrechenden Postmoderne und damit eine Abkehr von der Moderne gedeutet oder zum Anlass genommen, die Defizite der Moderne und ihres Fortschrittsglaubens zu kritisieren. Innovation auf die Fahnen geschrieben hat, nicht zu verstehen. So gesehen kann Retro als Gegenpol zum Haupttrend der sogenannten Hochkultur verortet werden.

Wurde dieser in Frage gestellt, wie in der Pop-Art, waren stets auch Retro-Tendenzen zu bemerken. Seit den frühen 1970er Jahren, als unübersehbar wurde, dass sich die Moderne in einer schweren Krise befand, gab es selbst innerhalb der Reihen der Fortschrittsgläubigen erste Retro-Bewegungen. Die heutige Welt kann als Mediengesellschaft aufgefasst werden, in der eine Flut von Informationen gleichzeitig verfügbar ist. Es könnte angenommen werden, in einer solchen Gesellschaft würde es allein durch die exponentielle Zunahme von Informationen auch zu einer allgemeinen Zunahme von fundiertem und differenziertem Wissen kommen. Welt unentrinnbar in einer giftige Hülle der Parodie eingewickelt ist.

Nichts ist, was es zu sein vorgibt. Alles ist schon im Augenblick seines Erscheinens ein Zitat. Besonders moderne Ausdrucksformen, wie das Kino und die Popmusik, die im engen Verhältnis zur Massengesellschaft entstanden, sind voller solcher sich überlagernder Zitate. Allerdings war auch schon die Grunge-Welle Anfang der 1990er Jahre mit ihren Bezügen zu 1970er-Jahre-Bands wie The Who, Led Zeppelin, Black Sabbath nach Punk eine Wiedererinnerung an Verlorengegangenes. In der ersten Hälfte der Nullerjahre fanden sich Retroszenen der 1980er in Clubmusik, bei der Kleidung und den Frisuren. Modisch war zum Beispiel ein leicht punkiges Outfit, anhand dessen sich viele Jugendliche als Alternative Subkultur bezeichneten.

Dass darauf die Wiederholung der 1990er folgte, war wenig überraschend. Einige Fluggesellschaften haben inzwischen zumindest ein Flugzeug in einer historischen Farbgebung gestaltet. Die italienische Bahn FS hat in den letzten Jahren einige aktuelle Loks in historischen Farbgebungen lackiert. Außerdem fand der Retrolook Eingang in die Technik.

Im Winter 2004 kamen mit Sky Captain and the World of Tomorrow, Polar Express und Die Unglaublichen gleich drei ausgesprochene Retrofilme ins Kino. Anfang der 1990 Jahre wurde das Retro-Design ein Trend im Automobildesign. Viele Automobildesigner orientierten sich bei der Fahrzeuggestaltung an typischen Stylings der 1950er und 1960er Jahren. Guffey: Retro: The Culture of Revival. David Müller: Retro-Trend: Wie und warum alte Marken neuen Erfolg haben, VDM, 2006, ISBN 978-3-86550-526-2. Pop Culture’s Addiction to Its Own Past. Stefan Wirtz: Das Markencomeback, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-639-11725-7.

Achim Böhmer, Sara Hausmann: Retrodesign stylelab. Hermann Schmidt, Mainz 2009, ISBN 978-3-87439-726-1. Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2009, ISBN 978-3-87439-784-1. Niklas Maak: NOSTALGIE UND STIL: Retrofuturismus ist gefälschte Geschichte, in: SPIEGEL ONLINE, 5. Charakterisierungen von Retro-Phänomenen sind insbesondere in den Artikeln Historismus und Eklektizismus sowie Nostalgie und Revival zu finden. Markus Caspers: designing motion, Automobildesigner von 1890 bis 1990, Basel 2016, S.