Edmund Husserls ‚ Formale und transzendentale Logik‘ PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Unter Geschichte der Ethik werden hier die philosophischen Grundpositionen auf dem Feld der allgemeinen Ethik in historischer Perspektive dargestellt. Bereits bei den prähistorischen Gesellschaften muss davon ausgegangen edmund Husserls ‚ Formale und transzendentale Logik‘ PDF, dass sich in ihnen ethische Regeln des Verhaltens herausgebildet haben, wie Beobachtungen an primitiven Gesellschaften zeigen.


Författare: Dieter Lohmar.
Die Schrift "Formale und transzendentale Logik" enthält Husserls Philosophie der Logik und der Mathematik. Dem Aufbau dieser Schrift folgend, bietet die Textinterpretation deshalb ein weitgefächertes Panorama genetisch-phänomenologischer Untersuchungen zur Philosophie und zur Begründung der Logik. Zugleich ergibt sich eine Einsicht in den systematischen Zusammenhang des husserlschen Spätwerks.

Diese Gesellschaften sind generell religiös fundiert, Verbote sind oft an Tabus zu erkennen. Auch für die frühen Hochkulturen ist die Religion für die Entwicklung des gesellschaftlichen Ethos von ausschlaggebender Bedeutung. So gilt im alten China die Einordnung in das Tao, das Prinzip der Weltordnung, als das oberste Gebot. In der griechischen Antike gerät die mythologische Überlieferung als die Grundlage des Ethos zunehmend in die Kritik.

Es bildet sich erstmals die Ethik als eine philosophische Disziplin heraus. Dieser klassische teleologische Ansatz, der auch als Strebensethik bekannt ist, wird vor allem in der Blütezeit der griechischen Klassik und im Hellenismus vertreten. Auch der Mensch besitzt ein eigenes Ziel, das er durch die Perfektionierung seiner spezifischen Anlagen verwirklicht. In seiner Natur ist also schon eine ganz bestimmte Zielgestalt angelegt, auf die hin er sich entwickelt. Der onto-teleologische Ansatz fordert, dass der Mensch so handeln und leben soll, wie es seiner Wesensnatur entspricht, um so seine artspezifischen Anlagen auf bestmögliche Weise zu vervollkommnen.

Da der Mensch über ein gewisses Maß an Freiheit verfügt, kann er seine Zielvorgabe auch verfehlen. Eine Unterscheidung zwischen moralischer Richtigkeit und außermoralischer Gutheit ergibt im Rahmen onto-teleologischer Ethiken keinen Sinn. Obgleich die Verfügung über äußere Güter durchaus eine Rolle spielen kann, sind es nicht diese Güter, die in erster Linie angestrebt werden. Das Gut, um das es vor allem geht, ist eine bestimmte Art und Weise zu handeln, nämlich das gute Handeln selbst.

Bei Platon ist die Ethik noch nicht als völlig eigene Disziplin entwickelt. Sie steht in einem engen Zusammenhang mit der Metaphysik. Die unterschiedlichen Versuche, diese Fragen zu beantworten, münden in Aporien, da ihnen in Platons Verständnis die Frage nach dem Guten vorgeordnet ist. Die Frage nach dem idealen Staat führt ihn zur Frage, welches Wissen seine Herrscher dazu befähigt, ihre Herrschaft richtig und gerecht auszuüben.

Dieses ist die Einsicht in die Idee des Guten. Ohne sie ist alles Wissen und jeder Besitz letztlich nutzlos. Im Sonnengleichnis wird das Gute durch eine Analogie weiter veranschaulicht. Das Licht der Sonne verleiht den Gegenständen ihre Sichtbarkeit und ermöglicht uns, dass wir die Gegenstände sehen können.

Darüber hinaus stellt die Sonne die Existenzgrundlage allen Lebens dar. Aristoteles gilt als der klassische Vertreter des onto-teleologischen Ansatzes. Seine Ethik setzt an beim Begriff des höchsten Guts. Allerdings bestehen Kontroversen über die Frage, worin das Glück besteht. Funktion, Aufgabe oder Leistung einer Sache.