Die Staatsbürgerschaft der DDR PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die Staatsbürgerschaft der DDR wurde am 20. Als erstes westliches Die Staatsbürgerschaft der DDR PDF erkannte am 26. März 1975 Österreich die Staatsbürgerschaft der DDR an. Gemäß ihrer Rechtsauffassung maß die Bundesrepublik Deutschland einer eigenständigen Staatsbürgerschaft der DDR nur eine begrenzte Bedeutung und Rechtswirkung bei.


Författare: Stefan Borchardt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Politik – Politische Systeme – Historisches, Note: 2,0, Universität Potsdam, Sprache: Deutsch, Abstract: Staatsbürgerschaft ist ein historisch bedeutsamer Begriff. Im Zuge der Herausbildung moderner Nationalstaaten rückte er immer stärker in das Licht wissenschaftlicher Betrachtungen. Nicht nur die juristische, auch die gesellschafts- und sozialwissenschaftliche Erforschung der Beziehungen vom Bürger zum Staat, seiner Rechte und Pflichten schuf ein umfangreiches Feld an Perspektiven auf das Konzept. Eine wichtige Erkenntnis sei hier zentral: Die Staatsbürgerschaft existiert nicht. So unterschiedlich Staaten sind, so unterschiedlich sind auch ihre Regelungen zum Staat-Bürger-Verhältnis. Die Wissenschaft versucht sich jedoch durch Erarbeitung von Mustern und Kategorien zu behelfen, um generalisierte Aussagen über Staatsbürgerschaftskonzepte zu tätigen. Diese Hausarbeit profitiert in nicht unerheblichem Maße von dieser theoretischen Arbeit.
Staatsbürgerschaft ist nicht wertneutral. Speziell in autoritären Systemen ist sie im höchsten Maße ideologisch geprägt. Eine Tatsache, die ich in dieser Hausarbeit am Beispiel der DDR nachvollziehen werde um so zum historischen Verständnis von Staatsbürgerschaft beizutragen. Somit seien die zentralen Fragestellungen dieser Arbeit:
Wie definierten sich die Staat-Bürger-Beziehungen in der DDR? Welches ideologische Selbstbild ergab sich daraus? Wurde die sozialistische Staatsbürgerschaft diesem Selbstbild gerecht oder lässt sich de facto durch soziologische Theorien ein anderes Bild skizzieren?
Es geht mir um das Aufzeigen von Anspruch und Wirklichkeit der DDR-Staatsbürgerschaft.
Folgende Vorgehensweise erscheint mir zur Beantwortung der Leitfragen sinnvoll:
Zunächst beschreibe ich die Geschichte des Staatsbürgerschaftsgesetzes der DDR, die damit verbundenen Intentionen nach innen und außen sowie die Abgrenzung zur BRD. Darauf aufbauend erwartet den Leser ein Einblick in die wichtigsten Aspekte des Staatsbürgerschaftsgesetzes, Schwerpunkte sind hierbei Erwerb und Verlust des Status.
Die Verbindung aus sozialistischem Weltbild und Staatsbürgerschaft sind Inhalt des darauf folgenden Kapitels, den in der DDR-Literatur verwendeten Begriff der sozialistischen Staatsbürgerschaft werde ich einer soziologisch-theoretischen Analyse gegenüberstellen. Hierbei greife ich auf die Ansätze von Thomas Marshall und Michael Mann zurück. Im Fazit fließen die verschiedenen Perspektiven zusammen und vermitteln ein von der sozialistischen Ideologie gänzlich zu unterscheidendes Bild der DDR-Staatsbürgerschaft.

Daran hielt die Bundesrepublik auch fest, nachdem sie den Alleinvertretungsanspruch aufgegeben hatte. Die Anerkennung einer Staatsbürgerschaft der DDR durch die Bundesrepublik war eine der Geraer Forderungen Erich Honeckers. Jeder DDR-Bürger hatte auch einen gesetzlichen Anspruch auf einen Reisepass der Bundesrepublik Deutschland, wobei dieser Anspruch von der DDR nicht anerkannt wurde. Praktisch bedeutete dies, dass Bürger, denen ein Visum für die Bundesrepublik erteilt wurde, dort den Reisepass kurzfristig erhalten konnten und damit auch Reisen in andere Länder unternehmen konnten.

In der DDR wurde 1982 eine Verordnung verabschiedet, die alle bis dahin Geflüchteten straffrei stellte, aber zugleich ihre DDR-Staatsbürgerschaft aufhob. Der 1972 ausgehandelte Grundlagenvertrag regelte diesen Punkt nicht. Mit dem der Wende nachfolgenden Einigungsvertrag wurde die Staatsbürgerschaft der DDR gegenstandslos. Vergabe der Staatsangehörigkeit, was aufgrund der zeitlichen Differenz zwischen Staatsgründung 1949 und Schaffung der Staatsangehörigkeit Fallunterscheidungen nötig machte. Fallgruppe waren diejenigen, die bei der Staatsgründung 1949 deutsche Staatsangehörige waren und die 1967 Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in der DDR hatten. Die zweite Fallgruppe waren diejenigen, die bei der Staatsgründung 1949 deutsche Staatsangehörige waren und die 1967 keinen Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in der DDR hatten.

Sofern diese keine andere Staatsbürgerschaft erworben hatten, konnten sie ihren Willen, Staatsbürger der DDR zu sein, durch Registrierung bei einem dafür zuständigen Organ der Deutschen Demokratischen Republik dokumentieren und wurden ebenfalls Staatsangehörige der DDR. Die letzte Gruppe waren die Personen, die nach 1967 die Staatsangehörigkeit erwarben oder einbüßten. Die Kombination aus Abstammungsprinzip und Geburtsortsprinzip sollte möglichst niedrige Hürden bei dem Erwerb der Staatsbürgerschaft schaffen. Umgekehrt wurden die Hürden für einen Verlust der DDR-Staatsbürgerschaft höchstmöglich angesiedelt. Ein freiwilliger Verzicht war nicht möglich.

2 sollte darüber hinaus den Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit verhindern. Er regelte, dass ein DDR-Staatsbürger nur mit Zustimmung der zuständigen staatlichen Organe der DDR eine andere Staatsangehörigkeit annehmen durfte. Die Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik geht durch Verzicht verloren. Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik kann Bürgern, die ihren Wohnsitz oder Aufenthalt außerhalb der Deutschen Demokratischen Republik haben, wegen grober Verletzung der staatsbürgerlichen Pflichten aberkannt werden. Dies war die Rechtsgrundlage für die Ausbürgerungen, mit denen die DDR sich unliebsamer Oppositioneller entledigte. Opfern einer Ausbürgerung wurden vom Ministerrat der DDR die Staatsbürgerschaft der DDR aberkannt, z. Opfer einer Ausbürgerung sind aber auch politische Gefangene der DDR, die in der Haft genötigt wurden, einen Antrag auf Entlassung aus der Staatsbürgerschaft zu stellen, z.

Dieter Blumenwitz: Das neue Staatsbürgerschaftsrecht der DDR, Jahrbuch für Ostrecht, Bd. Gesetz über die Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik vom 20. Ingo von Münch: Die deutsche Staatsangehörigkeit. De Gruyter Recht, Berlin 2007, ISBN 978-3-89949-433-4, S. So Ingo von Münch, Die deutsche Staatsangehörigkeit, de Gruyter, S.

Ingo von Münch, Die deutsche Staatsangehörigkeit, de Gruyter, S. Richtungsweisend war hier der so genannte Teso-Beschluss vom 21. Verordnung zu Fragen der Staatsbürgerschaft der DDR vom 21. Diese Seite wurde zuletzt am 14. September 2016 um 17:44 Uhr bearbeitet.