Die Mission des Deutschen Ordens in Preußen PDF

Der 1113 päpstlich anerkannte Orden genießt die gleiche unmittelbare päpstliche Anerkennung wie der Deutsche Orden und der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Der Orden hat weltweit etwa 13. Die oberste Leitungsgewalt hat der eigentlich auf Lebenszeit gewählte Großmeister inne, bis zu seinem durch Papst Franziskus erzwungenen Rücktritt am 25. Der Orden ist seit 1798 nicht mehr auf Malta beheimatet, unterhält die Mission des Deutschen Ordens in Preußen PDF seit 1966 volle diplomatische Beziehungen mit der Republik Malta.


Författare: Daniela Herbst.
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2,0, University of Sheffield, 30 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Deutsche Orden zählt, neben den Johannitern und Templern, zu den drei großen geistlichen Ritterorden. Eingebettet in die damit einhergehende Dualität zwischen Religion und weltlichem Kampf sind sie alle ein Produkt ihrer Zeit und somit muss auch das eigentliche Thema "die Mission in Preußen" unter diesem Aspekt betrachtet werden.
Die Frage, der dabei im Besonderen nachgegangen werden soll lautet, ob und inwieweit dem Unternehmen eine festgelegte Strategie zugrunde lag oder ob sich die Deutschritter nur den gegebenen Umständen anpassten.
Um eine Antwort darauf zu finden ist es unumgänglich, die für das 21.Jahrhundert typische Denkweise abzulegen, es würden konkrete Dokumente existieren, an denen sich der Orden bei derartigen Vorhaben hätte orientieren können. Vielmehr muss die Suche nach Erfahrungen und Vorbildern im Mittelpunkt stehen.
Zu diesem Zweck scheint es zunächst notwendig das Wesen des Ordens selbst genauer zu analysieren, wie auch dessen vor Preußen gewonnenen Erkenntnissen Aufmerksamkeit zu schenken, besonders denjenigen aus dem Heiligen Land und Ungarn. Des weiteren dürfte es sinnvoll sein, die Preußenmission nicht nur als separates Geschehen, sondern gleichfalls als Glied in der schon wesentlich früher einsetzenden Ostexpansion zu sehen.
Daneben sollen, unter anderem anhand der Darstellung vorhergehender Missionen im Preußenland, mögliche Vorbilder außerhalb des Deutschen Ordens herausgestellt werden. Von besonderer Prägnanz wird sich dabei die Rolle des Bischofs Christian als direkter Vorgänger erweisen.
Aber auch Einflussgrößen wie das Volk der Prußen selbst, die geographische Situation des zu missionierenden Landes, das Papsttum und der Kaiser dürfen nicht unbeachtet bleiben. Gleiches gilt für mehr oder weniger verbreitete Vorstellungen vom Ablauf einer Mission, wie sie schon seit dem Frühmittelalter bestanden oder von Zeitgenossen vertreten wurden. Daneben müssen auch Faktoren genannt werden, die der Orden unmöglich einplanen konnte. Dazu zählen vor allem die Pest und der Verrat des Herzogs Swantopolk.
Anschließend sollte es nicht nur möglich sein, die eingangs gestellte Frage nach einer möglichen Strategie zu beantworten, sondern auch die zweite Frage die sich im Laufe der Arbeit aufdrängen wird, nämlich ob es sich überhaupt um ein Missionsunternehmen oder nicht doch vielmehr um den Deckmantel für ein anderes Ziel des Ordens – die Schaffung eines eigenen Staates – handelte.

Gemäß einem Staatsvertrag vom Dezember 1998 zwischen dem Souveränen Malteser-Ritterorden und der Republik Malta wurde dem Orden die Festung St. In den Staaten, in denen der Orden kraft eigener Rechte oder internationaler Abkommen Aktivitäten entfaltet, besteht seine Struktur aus Großprioraten, Prioraten, Subprioraten und Nationalen Assoziationen. Der Malteserorden ist in über 90 Ländern der Welt karitativ tätig. Seit dem Übertritt des Kurfürsten Joachim II. Brandenburg zur Lutherischen Lehre im Jahre 1538 ist dieser Zweig evangelisch. Der Malteserorden erkennt die in der Allianz der Orden vom Hl. Seit der Übersiedlung der Ordenszentrale nach Rhodos im 14.

Jahrhundert war der Orden landsmannschaftlich in die sogenannten Zungen untergliedert. Zunächst bestanden sieben, später acht Zungen. Durch die Vorgänge während der Reformation wurden einzelne Zungen dann so ausgedünnt, dass ihre Zahl verringert werden musste. Ritter und Kapläne des Ersten Standes legen die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams ab und streben so nach evangelischer Vollkommenheit. Sie sind Religiosen mit allen Wirkungen des Kirchenrechtes und richten sich nach den sie betreffenden besonderen Vorschriften. Ihre kirchenrechtliche Stellung entspricht derjenigen der Mönche exempter Orden. Jedoch mit der in der Verfassung festgelegten Besonderheit, dass Professritter nicht in klösterlicher Gemeinschaft leben müssen.

Aspiranten und Novizen, die sich auf die Ablegung der Gelübde vorbereiten. Den Zweiten Stand bilden die Mitglieder in Obödienz, die gemäß Art. Die Mitglieder des Zweiten Standes verpflichten sich kraft ihrer Promess, in Übereinstimmung mit den Pflichten ihres persönlichen Standes im Geiste des Ordens nach christlicher Vollkommenheit zu streben. Den Dritten Stand bilden jene Ordensmitglieder, die weder Gelübde noch Promess abgelegt haben, aber gemäß den Normen der Kirche leben und bereit sind, sich für den Orden und die Kirche einzusetzen. Den Ordensmitgliedern obliegt es, ihr Leben auf vorbildliche Weise entsprechend den Lehren und Vorschriften der Kirche zu führen und sich entsprechend den Weisungen des Codex den karitativen Werken des Ordens zu widmen. Stände ergibt sich, dass bestimmte Funktionen und Ämter, wie die des Großmeisters und Großkomturs nur Professrittern mit ewigen Gelübden übertragen werden. Das Amt eines Priors wird einem Professritter mit ewigen oder zeitlichen Gelübden übertragen.

Nachdem bereits 1154 die erste Ordenskommende in Duisburg entstanden war, erfolgte um 1200 die Gründung des Großpriorats Deutschland. Durch päpstliche Verfügung gelangte der Orden zu Teilen in den deutschen Landbesitz des 1312 aufgelösten Templerordens. Konnte der Orden im Reichsdeputationshauptschluss 1803 seine Besitzungen sogar noch erweitern, veranlassten die Rheinbund-Staaten 1806 die Auflösung des deutschen Großpriorats und die Enteignung des gesamten Ordensbesitzes in seinen Mitgliedsländern. August von Haxthausen im Harnisch mit Malteserkreuz. Malteserordens in Deutschland, der faktisch durch die Säkularisation untergegangen war und dessen Großmagisterium jahrzehntelang verwaist war. 1865 wurde das erste Ordenskrankenhaus, das St.