Die Literatur im Zeitalter Neros PDF

Die Literatur im Zeitalter Neros PDF ihrer besonderen geschichtlichen Hintergründe unterscheiden sich die Christenverfolgungen im Römischen Reich von anderen Christenverfolgungen. Judäa, oberste Autorität im damaligen Judentum, der Jesus an Pilatus ausgeliefert hatte. Staat, dessen Provinzfürsten die Macht des Kaisers durchzusetzen hatten und römisches Recht vor allem gegen Aufstände autonom anwenden konnten. Dieses gestattete den Juden, als deren Teil die Christen bis etwa 130 galten, mit Einschränkungen ihre Religionsausübung.


Författare: Christiane Reitz.
Klassische Philologie Kompakt:
– Verlässliches Grundlagenwissen auf dem neuesten Stand der Forschung
– Klar, anschaulich und übersichtlich gegliedert
– Gattungen, Epochen, Wirkungszusammenhänge
– Zeittafel zu Beginn jedes Kapitels
– Quellen in Übersetzung
– Erläuterungen zu Begriffen, Personen und Ereignissen
– Kommentiertes Quellen- und Literaturverzeichnis
Christiane Reitz beschreibt die reiche literarische Produktion im Zeitalter Neros (54-68 n. Chr.): Plinius d. Ä., Petronius und Seneca sind die bekanntesten unter den Dichtern dieser Zeit. Der Leser erhält einen Überblick, der sowohl nach Autoren und Gattungen geordnet ist, als auch die besprochenen Werke in den literatur- und zeitgeschichtlichen Zusammenhang einordnet. Einzelne Literaturpassagen werden beispielhaft vorgestellt.

Konflikte, solange sie seine Macht nicht bedrohten. Wie Joseph von Arimathia hatten die Pharisäer darum wohl schon das Todesurteil gegen Jesus abgelehnt. Diasporajudentum dagegen wurden sie nicht verfolgt, sondern konnten weiterhin häufig Synagogen für ihre Missionspredigten nutzen. 44 bedrängte der von Rom eingesetzte judäische König Herodes Agrippa I.

Jerusalemer Christen, ließ den Apostel Jakobus den Älteren enthaupten und nahm Simon Petrus, einen der Gemeindeleiter, gefangen, um auch ihn beim Pessach hinzurichten. Tage später starb er nach nur drei gesamtjüdischen Regierungsjahren. Nach Josephus wurde Jakobus, der Bruder Jesu und damalige Leiter der Urgemeinde, im Jahr 62 auf Geheiß des Hohepriesters gesteinigt. Vier Jahre später kam es unter Führung der Zeloten zum nationalen jüdischen Aufstand, der 70 mit der Tempelzerstörung endete. Die nach 70 schriftlich fixierten Evangelien setzen vielfach eine Verfolgungssituation der Christen in und um Israel voraus.

Sie werden euch den Gerichten übergeben, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, und vor Fürsten und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis. Provinzen regierten die Statthalter relativ souverän. Sie mussten dabei aber örtliche Gegebenheiten und Interessen von Handelsstädten, Fürsten und Landbesitzern berücksichtigen. Die Paulusmission brachte Unruhe und Spaltung in manche hellenistische Städte des Mittelmeerraums.

Diese alle handeln gegen des Kaisers Gesetze, indem sie sagen, ein Anderer sei König, nämlich Jesus. Christen verloren Kunsthandwerker, die Götterstatuen aus Edelmetallen herstellten und ihre Zulieferer und Händler im Raum Ephesus ihren Absatzmarkt. Er erreichte, dass die Menge sich beruhigte und die Männer freiließ. Das religiöse Verständnis der alten Römer war prinzipiell von Toleranz geprägt. Die Römer verehrten ursprünglich abstrakte Numina, das heißt göttliche Kräfte, die sie in der Natur wie auch im menschlichen und staatlichen Leben am Werk sahen. Verständnis direkt mit dem Wohlergehen des Staates verknüpft. Seit den Anfängen der römischen Geschichte war der religiöse Bereich untrennbar mit dem staatlichen verbunden.

Mit der Ausdehnung des Römischen Reichs, insbesondere aber mit der Errichtung des Prinzipats wuchs die Notwendigkeit eines einheitlichen Staatskults, der die religiösen Sitten und Bräuche einer Vielzahl unterworfener Völker, die aber prinzipiell geachtet wurden, überwölben konnte, um die Reichsangehörigen an Staat und Kaiser zu binden. Deshalb also sind die Christen Staatsfeinde, weil sie den Kaisern weder sinnlose noch verlogene oder verwegene Ehrungen erweisen, weil sie als Menschen, die die wahre Religion besitzen, auch die Festtage der Kaiser lieber in ihrem Herzen als mit Ausschweifungen feiern. Die Christen sahen sich anfangs als jüdische Erneuerungsbewegung und wurden auch von den Römern jahrzehntelang als jüdische Sekte aufgefasst. Jüdische Gemeinden waren bereits im ganzen Imperium Romanum verbreitet: Das Erste Gebot erlaubte ihnen nur die Verehrung ihres eigenen Gottes. Sie griffen aber die Bilder- und Götzenkulte ihrer Umgebung nicht an, sondern lehnten sie nur für sich ab.

Das galt Römern zwar als unsozial, wurde aber vom Staat toleriert und rechtlich abgesichert. Manche Christen wie Tertullian wiesen Anschuldigungen von sich und bezeichneten sich selbst als staatstreue Bürger des römischen Reiches und beriefen sich auch darauf, dass sie für das Wohl des Imperiums und des Kaisers beteten. Dies impliziert jedoch auch, dass sie den Kaiser nicht anbeteten, sondern eben nur für ihn beteten, was weiterhin eine Abkehr vom Kaiserkult bedeutete. Nur radikale Christen lehnten zu dieser Zeit den Synkretismus und Polytheismus ihrer Umgebung ab und verweigerten den römischen Staatssymbolen ihre Anerkennung. Für die römische Obrigkeit galt das offene Bekenntnis zum Christentum spätestens seit Nero grundsätzlich als Kapitalverbrechen. Grund hierfür war aber weniger die Ablehnung des heidnischen Kultes als vielmehr der Umstand, dass die Christen einen Mann als Gott verehrten, den die Römer als Rebell und Hochverräter hingerichtet hatten.