Die Frau, die Sterne fing PDF

Die Frau, die Sterne fing PDF’nam nannte sich eine südamerikanische Ethnie, die bis in die erste Hälfte des 20. Man fasst sie mit den benachbarten Ethnien der Yámana, Halakwulup und Haush zu den Feuerlandindigenen zusammen.


Författare: Amy Brill.
Zwei Welten, doch der gleiche Himmel

Der Name Selk’nam stammt von den Angehörigen der Gruppe selbst und wird von ihnen im Sinne eines Eigennamens verwendet, es gibt keine Herleitung von einem anderen Begriff. Vergangenheit der Selk’nam vor der Entdeckung Feuerlands durch Ferdinand Magellan ist wenig bekannt, da die Selk’nam wie alle Ethnien Südamerikas keine Schrift besaßen. 000 Jahren Menschen auf Feuerland lebten. Die ersten Europäer kamen auf der Weltumsegelung von Ferdinand Magellan im Jahre 1520 nach Feuerland. Allerdings hatte der portugiesische Flottenführer, nach dem die Magellanstraße benannt ist, keinen direkten Kontakt mit Selk’nam oder anderen Feuerlandindigenen.

In den nächsten Jahrhunderten fanden die meisten Kontakte zwischen Seefahrern und Bewohnern Feuerlands mit den benachbarten Yámana und Halakwulup statt, da die Isla Grande wenig natürliche Häfen für die Segelschiffe bot. Weil die Versuche der Europäer scheiterten, die Ufer der Magellanstraße zu besiedeln, war dieser begrenzte Kulturkontakt für die Selk’nam bis ins 19. Ab etwa 1850 begann die dauerhafte Besiedelung der Isla Grande durch Einwanderer aus Argentinien, Chile und Europa. In den folgenden Jahrzehnten wurde ein Großteil der dort lebenden ca.

2000 Selk’nam entweder von den Einwanderern ermordet oder kam indirekt durch Hunger oder Krankheiten zu Tode. Als erstes kamen die Goldsucher, die teilweise äußerst gewaltsam gegen die Selk’nam vorgingen, da es noch kaum eine polizeiliche Kontrolle auf der Insel gab. Die Kultur der Selk’nam ist vor allem durch den deutschen Ethnologen Pater Martin Gusinde überliefert, der in einem über 1000 Seiten starken Band die Kultur der Selk’nam detailliert beschrieben hat. Die Selk’nam ernährten sich fast ausschließlich von Fleisch, das alle paar Tage frisch gejagt wurde. Es wurde niemals roh gegessen, sondern in dicken Stücken im Feuer gebraten.

Pflanzen wurden nahezu gar nicht gegessen, am häufigsten dabei noch Wurzeln, Pilze und Beeren. Außerdem kannten sie ein Mehl aus Körnern der Descurainea canescens, das zwischen zwei unbearbeiteten Steinen gemahlen und anschließend mit Wasser oder Fett vermischt wurde. Die Selk’nam hatten keine dauerhaften Siedlungen, sondern wechselten den Standort in Anpassung an die Bedingungen der Jagd. Jede Familie baute sich üblicherweise ein eigenes Zelt. Ein Zelt bestand aus Holzpfosten, die konisch aneinandergelehnt waren und mit Leder ummantelt wurde. In einer Höhe von 30 cm stopfte man zwischen die Prügel Erdballen und Rasenklumpen.