Die Erzählhaltung in den historischen Romanen von Walter Scott und Charles Dickens PDF

Der Die Erzählhaltung in den historischen Romanen von Walter Scott und Charles Dickens PDF dieses Artikels ist mehrdeutig. Scott wurde in Edinburgh als neuntes von zwölf Geschwistern geboren, von denen sechs schon im Kindesalter starben.


Författare: Peter-Jürgen Rekowski.
Der in der Literatur sehr verschiedenartig definierte Begriff der Erzählhaltung wird in der vorliegenden Arbeit am speziellen Beispiel des historischen Romans von Walter Scott und Charles Dickens in seiner formalen wie gehaltlichen (Erzählerstandpunkt) Manifestation disku- tiert. Mit der Integration der Ergebnisse in das soziologisch orien- tierte Interpretationsmodell R. Weimanns bzw. ein formaltheoretisches Modell wird der Blick erweitert auf übergreifendere literarische Fra- gestellungen wie auch eine Neubetrachtung der Bedeutung Scotts und Dickens für die englische Romanentwicklung seit dem 19. Jahrhundert.

Im zweiten Lebensjahr infizierte er sich mit Polio und hatte deswegen für den Rest seines Lebens ein gelähmtes Bein. Sein Adelstitel fiel bei seinem Tod an seinen ältesten Sohn Walter als 2. Baronet und erlosch schließlich bei dessen Tod 1847. Auflagenhöhen, beginnend mit The Lay of the Last Minstrel 1805, gefolgt von Marmion 1808 und weiteren. Waren die Handlungen seiner ersten Romane allesamt im Schottland des 17. Kreis seiner Schauplätze in räumlicher und zeitlicher Hinsicht aus: Ivanhoe spielt im England des 12.

Scotts große Leistung lag indes weniger in der Rekonstruktion des historischen Kolorits, sondern vielmehr in der Darstellung von Charakteren im historischen Milieu, mit denen die Leser einen neuen, lebendigen Zugang zur Geschichte erhielten. Als Erzählperspektive wählt Scott die Darstellung der Geschehnisse aus der Sichtweise eines mittleren Protagonisten im Sinne eines neutralen Helden. Scott selbst wahrte zu seinen Romanen Distanz und betrachtete sie weitgehend als kommerzielle Angelegenheiten, obwohl er der erste Autor der englischen Literatur war, der schon zu Lebzeiten zu einer Persönlichkeit von nationalem Rang und nationalem Ansehen wurde. Zwar stand die Belletristik im Vordergrund von Scotts Schaffen, er veröffentlichte aber auch literarische Essays, geschichtliche Erzählungen für Kinder, ein Buch über Magie- und Hexenglauben und weiteres, insbesondere eine neunbändige Napoleon-Biographie.

Napoleon-Biographie erschienen deutsche, französische, italienische und dänische Ausgaben noch im Jahr der Erstveröffentlichung. Scott nahm intensiv am öffentlichen Leben teil und engagierte sich maßgeblich bei bestimmten politischen und gesellschaftlichen Themen und Projekten. So leitete er 1818 die erfolgreiche Suche nach den seit Jahrzehnten fast vergessenen schottischen Kronjuwelen. 1820 wurde er zum Präsidenten der Royal Society von Edinburgh gewählt. Der wirtschaftliche Erfolg seiner Werke ermöglichte Scott 1805 den Einstieg in die Druckerei seines Schulfreundes James Ballantyne, später die Gründung eines Verlages mit den Gebrüdern Ballantyne, jeweils als stiller Teilhaber. Dort wurden seine Werke gedruckt und zeitweise auch verlegt.

Ein aufwendiger, gastfreier und großzügiger Lebensstil, vor allem aber der Ausbau und die Ausstattung von Abbotsford verschlangen Unsummen und führten bei Scott, trotz der erheblichen Verkaufszahlen seiner Bücher, zu stets weiterem Geldbedarf. So verlangte und erhielt er beträchtliche Vorschüsse von seinem nunmehrigen Verleger Archibald Constable und nutzte auch die Druckerei, deren Mitinhaber er war, zu Kreditaufnahmen und hohen Gewinnentnahmen. Eine von Scott 1825 geplante Herausgabe der Werke von Charles R. Maturin und dessen Biografie scheiterte am Konkurs von Scotts Verlagen. Dort baute er die Gebäude des Bauernhofes durch Umbauten und erhebliche Erweiterungen zum Herrenhaus Abbotsford House aus. Wie sein Vater war Scott Freimaurer. März 1801 nahm ihn die St.