Die deutsche Tierzucht im 19. und 20. Jahrhundert PDF

Dieser Artikel die deutsche Tierzucht im 19. und 20. Jahrhundert PDF die inhaltliche Darstellung der Intensivtierhaltung, Massentierhaltung. Intensive Tierhaltung, Intensivtierhaltung, Massentierhaltung oder Industrielle Tierhaltung bezeichnet die technisierte Viehhaltung meist nur einer einzigen Tierart in ländlichen Großbetrieben mit nicht ausreichend verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzflächen, um die benötigten Futtermittel selbst zu erzeugen. Das primäre Ziel ist dabei die größtmögliche Erhöhung des erwirtschafteten Ertrages.


Författare: Gustav Comberg.
Dieses Buch ist eine spezielle und ausführliche Wiedergabe der Geschehnisse der deutschen landwirtschaftlichen Tierzucht. Erfasst sind verschiedene Bereiche wissenschaftlicher Erkenntnisse, Züchtervereinigungen, staatliche Maßnahmen und Gesetze, Gestüte, Ausbildungs- und Forschungsstätten.

Die intensive Tierhaltung unterscheidet sich von der extensiven und der artgerechten Haltung durch geringeren Flächenbedarf und stärkere Nutzung anderer Produktionsfaktoren. Herausforderungen bei der intensiven Haltung bestehen insbesondere im Bereich von Tiergesundheit, Wasser- und Energieverbrauch und bei der Entsorgung der Tierausscheidungen. Durch Gülleausbringung besteht die Gefahr der Überdüngung und Grundwasserbelastung durch Nitrate sowie auch eine Geruchsbelästigung. Der Tierschutz und die Problematik der Tiergesundheit, die Antibiotikaresistenzbildung und deren Einfluss auf die Humanmedizin sind seit langem Gegenstand von Diskussionen. EWG über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten unterliegen auch landwirtschaftliche Betriebe einem umweltschutzrechtlichen Überprüfungs- und Genehmigungsverfahren.

Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat sich die Gesellschaft und Wirtschaft Europas grundlegend verändert. Auch in der Landwirtschaft gab es einen enormen Produktivitätsanstieg und deutlich weniger Erwerbstätige. Intensive Systeme sind für viele klimatische Verhältnisse geeignet.

Sie sind besonders in den OECD-Staaten, aber auch mit steigender Tendenz in Asien verbreitet. In Getreideimportregionen wie den Niederlanden oder Norddeutschland befinden sich intensive Tierhaltungsbetriebe meist in der Nähe von Seehäfen. Intensive Wiederkäuerproduktionssysteme sind in erster Linie ein nordamerikanisches Phänomen, wenngleich sie weniger verbreitet auch in Teilen Europas und des Nahen Ostens auftreten. In Nordamerika werden die Produktionsstätten auch Feedlots genannt. In den letzten Jahrzehnten wurden die traditionellen ballaststoff- und energiereichen Fütterungsweisen zugunsten von eiweißreichen verdrängt. Zwischen 1990 und 2006 hat sich im Amazonasgebiet die Fläche für den Sojaanbau vervierfacht.