Die arabischen Dialekte der Cukurova (Südtürkei) PDF

Die arabischen Dialekte der Cukurova (Südtürkei) PDF Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Das Zülfikar, Schwert des Ali ibn Abi Talib, gilt als Identifikationssymbol der Alawiten.


Författare: Stephan Prochazka.

Das Buch behandelt die Dialekte der arabischen Minderheit in den beiden südtürkischen Provinzen Adana und Mersin. Diese gehören sämtlich zur syrisch­-palästinensischen Dialektgruppe, haben aber aufgrund der langen Isolation und des fehlenden Einflusses der arabischen Hochsprache Eigenheiten bewahrt, die in anderen Regionen bereits verschwunden sind. Den Schwerpunkt der Studie bildet eine umfassende Darstellung der Grammatik des Dialekts der Alawiten, welche die bei weitem größte arabophone Gemeinschaft dieser Region darstellen. Des Weiteren enthalten sind ein Kapitel über den intensiven Sprachkontakt zum Türkischen, ein Glossar bisher nicht belegter Wörter sowie eine Sammlung von Originaltexten in Transkription und deutscher Übersetzung. Diese Texte geben einen guten Eindruck von Phraseologie und Syntax der Dialekte, vermitteln aber auch ethnologisch interessante Einblicke in das Alltagsleben sowie die religiösen Anschauungen (z.B. Heiligenkult, Seelenwanderung) der alawitischen Gemeinde in Kilikien.

Sondergemeinschaft in Vorderasien, die im späten 9. Um den Ruch des Sektiererischen ihrer Vorfahren abzulegen und um sich selbst als Teil der großen schiitischen Gemeinde zu präsentieren, begannen die Nusairier Ende des 19. Die Nusairīya entstand im späten 9. Jahrhundert im Milieu der irakischen Ghulat-Sekten.

Die Mythologie und Terminologie dieser Sekten findet sich in der nusairischen Literatur fast unverändert wieder. Wesentlich erfolgreicher war al-Husain ibn Hamdān al-Chasībī, der offenbar von al-Dschunbulānī in die nusairische Lehre eingewiesen wurde, der aber auch mit einem anderen Anhänger Ibn Nuṣairs, ʿAlī ibn Ahmad aus Turbāʾ, einem Dorf bei Karbalāʾ, in Verbindung stand. Mit al-Chasībī verlagerte sich das Zentrum der Nusairīya nach Nord-Syrien. Nach seinem Tod übernahm Muhammad ibn ʿAlī al-Dschillī, einer seiner Schüler aus dem Kreis in Harrān, die Führung der Gemeinschaft. Die byzantinische Rückeroberung von weiten Teilen Westsyriens in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts führte dazu, dass die nusairischen Missionare jetzt zum großen Teil auf christlichem Territorium operierten.

Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der nusairischen Literatur wider, die die eigene Lehre nun vor allem vor dem Hintergrund christlicher Vorstellungen darlegt. Am stärksten zeigt sich diese Tendenz bei Maimūn at-Tabarānī, der in der ersten Hälfte des 11. Für die weitere Geschichte der Nusairīya war es von großer Bedeutung, dass im 11. Jahrhundert zwei Familien im syrischen Küstengebirge, die Banū Muhriz und die Banū l-Ahmar, ihre Lehre übernahmen. Während die nuṣairischen Gemeinden des Irak sowie die von Harran, Aleppo und Tiberias zu jener Zeit einen Niedergang erlebten, wurde der Dschabal, das syrische Küstengebirge, zum wichtigsten nuṣairischen Einwanderungsgebiet. Jahrhundert gerieten die Nusairier im syrischen Küstengebirge allerdings in eine immer schärfere Konkurrenz zu den nizāritischen Ismāʿīliten, die hier eine Kette von Festungen unterhielten, sowie zu neu eingewanderten Kurden.