Der Choral Gregors des Großen PDF

Es mag die Machtübernahme der Krämerseelen in der Kirche sein, die Schuld daran ist, daß sie den einzigen Ort, an dem der Mensch in Reinheit seine Ideale findet und sich sogar mit ihnen unterhalten kann – ihren Kultraum -, ausgemistet hat wie den Stall des Augias. Und dabei in den Worten, Klängen und Formen – den Schatzkammern des Kultes – die Heiligkeit unter dem Mantel der Reform herausgekehrt hat der Choral Gregors des Großen PDF Herakles den Mist der dreitausend Rinder.


Författare: Dietmar Gräf.
Die Gregorianik gilt als wesentliche Grundlage der europäischen Musik. Gregor der Große ließ diese frühkirchlichen Melodien sammeln, ordnen, ergänzen und von allzu orientalischen Melismen bereinigen. Im Rahmen seiner Missionierung wurden die römischen Kirchengesänge gelehrt und verbreitet. Als im 9. Jh. die europäische Notenschrift aufkam, wurden damit die Gregorianischen Gesänge aufgeschrieben, und sie erreichten mit Tropus und Sequenz einen Höhepunkt. Die gesamte Musikgeschichte, wie die Kirchenlieder Luthers oder Mozarts «Requiem» bis hin zu Pendereckis «Paradise lost», ist ohne die Gregorianik undenkbar. Von den zahlreichen Theorien setzt sich in neuester Zeit die sogenannte Semiologie durch. Die vorliegende Arbeit vergleicht diese sowie verschiedene Schriftarten. Außerdem wird in dieser Studie diese Thematik auch von didaktischer Seite beleuchtet.

1969 in der Kirche allgemein verbindlichen Ritus der Hl. Messe wieder dem allgemeinen Gebrauch geöffnet. Nach der Liturgiereform im Anschluß an das Zweite Vatikanische Konzil kam es bald zu Mißbräuchen in der Ausführung der liturgischen Bestimmungen. Eine weit verbreitete Entsakralisierung in der Kirche war die Folge. Die Einheit der liturgischen Feier, wie sie bis dahin den Erdkreis umspannt hatte, wurde eingetauscht gegen oft subjektive und banale Formen. Zulassung der Landessprache für die Liturgie.

Auch hier schrieb das Konzil nichts vor, sondern gestattete lediglich den Gebrauch der Landessprache. Bei aller positiven Wertschätzung der Verständlichkeit der liturgischen Texte war jedoch damit ein Einfallstor für subjektive Veränderungen und Abweichungen von den verbindlichen Texten gegeben. Es war dann Joseph Cardinal Ratzinger, der seit dem Beginn der 1980er Jahre immer wieder einklagte, daß es zu einer liturgischen Erneuerung kommen müsse. Denn er sah als Präfekt der Glaubenskongregation nicht zuletzt das Glaubensgut in Gefahr, ist doch die Folge einer subjektiven Liturgie letztlich auch der subjektive und nicht verbindliche Glaube. Dabei betonte er stets die Wichtigkeit der Zelebrationsrichtung nach Osten bzw.