Der Begriff der Unendlichkeit und die Offenheit der Zeit PDF

1992 in elektronischen Foren popularisiert wurde. Es handelt sich um einen Oberbegriff, der alle einvernehmlichen und auf voller Informiertheit beruhenden langfristigen intimen Beziehungen mehrerer Personen beschreibt. Idee zugrunde, dass Liebe, auch solche romantischer Färbung, nichts ist, das auf einzelne Personen eingeschränkt werden müsse. Der Begriff der Unendlichkeit und die Offenheit der Zeit PDF und Netzwerke von Menschen, die sich seit Anfang der 1990er Jahre zu einem großen Teil über elektronische Foren austauschen und gegenseitig unterstützen.


Författare: Stefan Kunz.

Der Begriff des "Unendlichen" hat in der abendländischen Tradition eine lange und widersprüchliche Geschichte, die in der Differenz von griechischer Philosophie und christlich-jüdischem Weltverständnis gründet.
Auf verborgene Weise liegt diese Widersprüchlichkeit vielen Unendlichkeitskonzepten in moderner Mathematik und Physik zugrunde. Sie lässt sich nur auflösen, wenn die prinzipielle Offenheit der Zeit zur Zukunft hin ernst genommen und der Vorrang der Möglichkeit vor der Wirklichkeit philosophisch-theologisch neu gesehen wird.

Die Praxis, der Zustand oder die Fähigkeit, mehr als eine liebevolle sexuelle Beziehung zur gleichen Zeit zu führen mit vollem Wissen und Einverständnis der beteiligten Partner. Menschen, die letzteres praktizieren, sich selbst diesem Begriff zuordnen möchten. Viele Swinger haben enge Beziehungen mit Sexualpartnern als beste Freunde und als Beziehungspartner. Zu unterscheiden von Polyamorie ist der Begriff der Polygamie oder Vielehe, welche in vielen Kulturen institutionalisiert ist.

Poly-Community ungebräuchlich und werden nur vereinzelt verwendet. Jahrhunderts als Beschreibung einer sozialen Bewegung geprägt, die staatliche und kirchliche Einmischung in persönliche Beziehungen zurückwies. Polyamore Beziehungen benötigen grundsätzlich das Einvernehmen aller Beteiligten. Der emotionalen Seite von Liebesbeziehungen und nicht der sexuellen Freiheit, wie in der Freien Liebe, wird höchste Priorität eingeräumt. Menschen, die sich als polyamor oder polyamorös bezeichnen, stellen die Vorstellung in Frage, dass die Zweierbeziehung und die traditionelle Einehe die einzig erstrebenswerten Formen des Zusammenlebens seien.

Die Liebe ist nach ihrer Auffassung kein endliches oder limitiertes Gut, das immer nur für die Liebe zu einer einzigen Person ausreicht, sondern gegenüber mehreren Menschen in einer ganz individuellen Ausprägung in Erscheinung treten kann. Die Polyamorie definiert sich dabei über die emotionale Seite der Liebesbeziehungen. Als Bedingungen für polyamouröse Beziehungen werden vielfach größtmögliche Ehrlichkeit zwischen den Beteiligten und gegenseitiges Einverständnis genannt. Da die Polyamorie im Gegensatz zur Monogamie keinen Ausschließlichkeitsanspruch gegenüber dem Partner vertritt, besteht keine Notwendigkeit, eine Beziehung zu beenden, wenn der Partner parallel weitere Beziehungen eingeht. Gefühle manchmal als mit Vorsicht zu genießender Zustand gesehen. Polyamore Beziehungen können einen erheblichen emotionalen Stress bedeuten, falls es Konflikte zwischen den Partnern gibt oder Eifersuchtsgefühle aufkommen.

Nach Meinung vieler polyamorer Menschen verlangen solche Situationen neben Aufrichtigkeit, Empathie und Selbstkenntnis ein überdurchschnittliches Abgrenzungsvermögen. Ob polyamore Beziehungen zwischen Menschen, die mit dieser Lebensform keine Erfahrungen haben, Bestand haben, lässt sich kaum voraussagen. Viele Menschen, die in Mehrfachbeziehungen leben, haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass monogame Beziehungen für sie nicht funktionieren oder sie darin nicht glücklich werden. Aufwand an Aufmerksamkeit, Zeit und Energie erfordere. Polyamorie praktizierenden Autoren zufolge stellt Eifersucht das wohl größte Hindernis in polyamoren Beziehungen dar.

Polyamoren Autoren zufolge ist in polyamoren Beziehungen weniger die Abwesenheit von Eifersucht wichtig als die Bereitschaft zur Begegnung und Auseinandersetzung mit diesem Gefühl. Die Intensität der Empfindung ist von Person zu Person verschieden. Es gibt polyamore Menschen, bei denen sie ganz fehlt. Grundlegend für einen Umgang mit Eifersucht ist der Gedanke, dass jeder Mensch selber für seine eigenen Gefühle und Gedanken verantwortlich ist wie auch für den Umgang mit seinen Erfahrungen und Konditionierungen, wie dies Marshall B. In der Praxis der Polyamorie haben sich verschiedene Strategien zum Umgang mit Eifersucht entwickelt.

Eine ist, die Angst oder Eifersucht auslösende Situation zu hinterfragen, sich konkrete Szenarien vorzustellen und ihre Realität und Irrealität zu vergegenwärtigen. Eifersucht zu schälen und die Gefühle und Gedanken jeder Schicht aufmerksam zu untersuchen. Haltung, die graduelle Konfrontation mit der Eifersucht zu suchen, sie bewusst wahrzunehmen und ihr nicht auszuweichen. Autorinnen wie Celeste West weisen ferner darauf hin, dass es negative Folgen für die seelische Gesundheit haben kann, für längere Zeit das Ziel von verletzend eifersüchtigem Verhalten zu sein, auch wenn keine physische Gefährdung besteht. Die gelebten und praktizierten Formen der Polyamorie können viele verschiedene Formen annehmen, da jede einzelne Beziehung einzigartig ist und sich von anderen unterscheiden kann.