Der Ausverkauf der ostdeutschen Presse bei der Wiedervereinigung PDF

Bundesrepublik Deutschland seit Beitritt des Saarlandes zum 1. Januar 1957 sowie die vergrößerte Bundesrepublik seit dem 3. Die Geschichte der Der Ausverkauf der ostdeutschen Presse bei der Wiedervereinigung PDF Deutschland bis 1990 behandelt die Geschichte des westdeutschen Teilstaates von 1949 bis 1990.


Författare: Nikolai Sokoliuk.
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medien / Kommunikation – Journalismus, Publizistik, Note: 1,7, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Fall der Berliner Mauer im November 1989 ist heute das Symbol für die politische Wende in der DDR. Damals bedeutete die Lossagung von der Planwirtschaft für die Bürger des SED-Staates vor allem Produktvielfalt und freie Auswahl in den Geschäften.
Auch auf dem Pressemarkt kam erst vorerst zu einer starken Belebung. In der Phase der Pressevielfalt, die später noch genauer erklärt werden soll, kam es zu unglaublich vielen Neugründungen und Beteiligungen westdeutscher Verlage an ostdeutschen Zeitungen. Leider war diese Entwicklung nicht von langer Dauer. Der ostdeutsche Pressemarkt litt schon bald nach der Wiedervereinigung unter einer immer stärker werdenden Konzentration, die bis heu-te anhält. In großen Teilen der neuen Bundesländer kann man heute nicht mehr zwischen ver-schiedenen Tageszeitungen wählen.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie es zu einer derartigen Entwicklung kommen konnte, und welche Faktoren dafür ausschlaggebend waren.

Die Bundesrepublik Deutschland entstand nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg unter der folgenden Herrschaft der Besatzungsmächte in Nachkriegsdeutschland. Bei der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 standen US-amerikanische, britische und französische Truppen auf dem Gebiet Westdeutschlands und sowjetische Truppen auf dem Gebiet Ostdeutschlands. Verwaltung an die spätere Volksrepublik Polen übertragen.

In den Ostgebieten, der Tschechoslowakei und anderen ostmitteleuropäischen Ländern begann in der Folgezeit die systematische Vertreibung der deutschen Bevölkerung. In Deutschland selbst war das Leben in den teils zerbombten Städten mangels Wohnraum sowie wegen Nahrungsmittelknappheit, zerstörter Infrastruktur, fehlender Stromversorgung und Brennstoffknappheit sehr schwierig. Weil viele Männer in Kriegsgefangenschaft waren, beseitigten Trümmerfrauen die Trümmer in den Städten. Die Besatzungsmächte ordneten eine Entnazifizierung an, verboten die NSDAP und ihre Unterorganisationen und ließen alle nationalsozialistischen Symbole entfernen. Kommunal- und Landtagswahlen konnten abgehalten werden.

Januar 1947 entstand mit der Vereinigung von US-amerikanischer und britischer Besatzungszone die Bizone. Ebenfalls in diesem Monat erschien erstmals das Magazin Der Spiegel. Der Alliierte Kontrollrat löste im Februar 1947 das Land Preußen auf, um so eine Rückwendung der Deutschen zu ihren militärischen Traditionen zu verhindern. Nach dem Scheitern der Londoner Außenministerkonferenz im Dezember 1947 wurde der Graben zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion unüberwindlich.

Zeit wurde die Bank deutscher Länder, Vorgängerin der Bundesbank, gegründet. Juni 1948, an der wenige Tage später auch West-Berlin teilnahm, wurde Deutschland endgültig in zwei Wirtschaftsräume geteilt. Die parallel zur Einführung der D-Mark aufgehobene Zwangsbewirtschaftung entzog dem Schwarzmarkt schnell die Grundlage. Juli 1948 übergaben die Militärgouverneure Frankreichs, des Vereinigten Königreiches und der USA den westdeutschen Ministerpräsidenten die Frankfurter Dokumente, Papiere, in denen sie ihre Vorstellungen zur Bildung eines deutschen Staates mitteilten.