Dein Leben hat Gewicht PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Dieser Artikel behandelt dein Leben hat Gewicht PDF philosophische und religiöse Konzept. Texten die Bezeichnung für ein konzentriertes Betrachten.


Författare: Beke Worthmann.
Beke Worthmann weiß, was es heißt, magersüchtig zu sein: Sie litt als 13-Jährige unter einer Essstörung, die sie heute – nach einem erbitterten Kampf – glücklicherweise überwunden hat. In Dein Leben hat Gewicht erzählen zehn magersüchtige Jugendliche und Beke selbst ihre Krankheitsgeschichte: Sie sprechen über ihre Gefühle, ihre persönlichen Erfahrungen mit der Krankheit, aber auch über ihren Alltag – das »ganz normale« Leben als essgestörter Teenager. Durch das besondere Einfühlungsvermögen der jungen Autorin sind komplexe Porträts entstanden, die zeigen, wie vielschichtig diese Krankheit ist und dass sie für jeden Einzelnen etwas anderes bedeutet.
Im zweiten Teil des Buches kommt eine Psychologin und leitende Oberärztin zu Wort, die Bekes Fragen offen und mit viel Herz beantwortet. Ein Register der besten deutschen Kliniken, Möglichkeiten für betreutes Wohnen und Hilfseinrichtungen gibt zudem Übersicht über die wichtigsten Anlaufstellen für Betroffene. Ein berührendes und informatives Buch, das mit der Stimme der Altersgruppe spricht, die wie keine andere von Anorexie betroffen ist.

Kontemplationskonzepte wurden zuerst in antiken Philosophenschulen ausgearbeitet. Im Christentum wird die Kontemplation seit der Zeit der Kirchenväter als Ausrichtung auf Gott geschätzt, gepflegt und in spiritueller Literatur eingehend erörtert. Auch im Islam, Hinduismus und Buddhismus sind kontemplative Praktiken verbreitet. Substantiv templum, einem Fachausdruck aus dem Auguralwesen. Schon im Mittelalter wurde das Wort in den Formen contemplâcie, contemplatiône und contemplacion als Entlehnung aus dem Lateinischen in die spätmittelhochdeutsche Sprache übernommen. Man verwendet es auch außerhalb religiöser Zusammenhänge für das Sichvertiefen in die Betrachtung der Natur oder eines Kunstwerks oder für eine besinnliche Haltung und beschauliche Lebensweise. Das Konzept des auf Erkenntnis ausgerichteten Verhaltens, das später Kontemplation genannt wurde, und einer entsprechenden Haltung und Lebensweise stammt aus der griechischen Philosophie.

Der griechische Fachausdruck war theōría, ein Wort, das vor- und außerphilosophisch das Anschauen, insbesondere das Zuschauen bei Festspielen, und das damit verbundene Kennenlernen des Gesehenen bezeichnete. Lebensweise als beste Art der Daseinsgestaltung, verbunden mit massiver Abwertung praktischer Zielsetzungen, wurde in der Antike schon dem Philosophen Pythagoras zugeschrieben, der im 6. Nach einer stark beachteten Anekdote verglich Pythagoras das menschliche Leben mit einem Festspiel, bei dem Wettkämpfe veranstaltet werden. Haltung unzweifelhaft, doch verband er damit keine Geringschätzung des tätigen Lebens. Nach Platons Verständnis ist die philosophische Wahrheitssuche ein auf Argumente gestützter diskursiver Prozess.

Dabei verwandelt sich eine bloße richtige Meinung in ein Verstehen, über das man Rechenschaft ablegen kann. Betrachter nicht nur eine Quelle höchster Freude, sondern hat auch weitreichende Auswirkungen auf sein Leben, denn aus ihr ergibt sich ein starker ethischer Impuls. Das, was sich dem Betrachter in der Schau enthüllt, ist für ihn nicht bloß Erkenntnisobjekt, sondern zugleich auch Norm und Muster für seine eigene Lebensgestaltung. Außer der kontemplativen Hinwendung zu den Ideen kannte Platon noch eine andere Art von Schau, die religiösen Charakter hat.