Blaufränkisch PDF

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Författare: Eva Maria Birngruber.
Ein handliches Nachschlagewerk für alle Weinliebhaber, die die vielen Facetten dieser Rotweinsorte entdecken möchten.
Edition wein.pur

Forschungen gehen davon aus, dass der Ursprung der bereits vor 1750 nachgewiesenen Sorte Blaufränkisch sehr wahrscheinlich in der Untersteiermark zu orten ist. Die in Österreich erstmals im 18. Jahrhundert nachweisbare Sorte wurde in Deutschland erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts unter der Bezeichnung Lemberger oder Limberger angebaut. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie unter den Bezeichnungen Limberger oder Lemberger schließlich auch in Deutschland heimisch.

1875 europaweit den Namen Blaufränkisch fest. Die Triebspitzen sind hellgrün glänzend, etwas bronziert und schwach behaart. Die Blätter sind groß, grob gezähnt, wenig gelappt und dreilappig. Die Traube ist groß, verästelt, locker- bis dichtbeerig, kegelförmig mit mittelgroßen dickschaligen, saftigen blauschwarz gefärbten Beeren. Der Wuchs ist kräftig und aufrecht. Die Augen treiben früh aus und die jungen Triebe sind daher spätfrostgefährdet. Die Erträge sind mittel bis hoch.

Für eine gute Weinqualität ist eine gezielte Ertragsregulierung erforderlich. Vorteilhaft ist die gute Kalkverträglichkeit und gute Winterfrostfestigkeit. Nachteilig sind die Spätfrostanfälligkeit und die Blüteempfindlichkeit. Daraus ergibt sich eine gewisse Ertragsunsicherheit.

Die Sorte liefert sehr dunkel gefärbte, gerbstoffreiche Weine mit nach Waldbeeren- oder Kirschfrucht geprägtem Bukett mit einer charakteristischen feinen Säure. Der Wein baut sich langsam aus, hat ein hohes Potenzial für längere Lagerung und erreicht als Altwein hohe Qualität. Im oberen Qualitätssegment wird er häufig in Holzfässern ausgebaut. Die Anbaufläche in Österreich belief sich im Jahr 2015 auf 2807 ha. Das bedeutet den zweiten Rang unter den roten Trauben, nach dem Zweigelt. Die unterschiedlichen Anbaubedingungen in den einzelnen österreichischen Weinbaugebieten lassen eine Bandbreite an möglichen Stilistiken erkennen: So etwa gibt es im burgenländischen Seewinkel warmfruchtige Sortenvertreter. An den Abhängen des nordburgenländischen Leithagebirges, am südburgenländischen Eisenberg sowie am Spitzerberg im Weinbaugebiet Carnuntum herrschen mineralisch geprägte Blaufränkische vor.