Bergisches Land – Naturpark zwischen Rhein und Sauerland PDF

Der höchste Berg im Bergischen Land ist mit 519 m ü. 31,8 m Höhe gelegene Aussichtsplattform bergisches Land – Naturpark zwischen Rhein und Sauerland PDF rund 45 m hohen Unnenbergturms. Der Begriff Bergisches Land war bereits vor dem 19.


Författare: Hans Jürgen Gorges.
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Jahrhundert in Gebrauch, wurde jedoch nach der Auflösung des Herzogtums Berg allgemein gängig. Umgangssprachlich ist die Form das Bergische sehr üblich. In den bergischen Dialekten ist die Form meistens Bergsches Land. Das Bergische Land ist aus dem historischen Herzogtum Berg hervorgegangen.

Berg, hat die Region auch ihren Namen zu verdanken. Zum historischen Territorium des Bergischen Landes gehörten damals auch die Städte Mülheim an der Ruhr, Teile von Duisburg und Oberhausen sowie rechtsrheinisches Gebiet von Köln bei Mülheim. Die ehemaligen Herrschaften Gimborn und Homburg im heutigen Oberbergischen Kreis kamen dagegen erst in der Zeit Napoleons zum Großherzogtum Berg hinzu. 1815 wurde das Großherzogtum Berg aufgelöst und 1822 der preußischen Rheinprovinz zugeschlagen, mit deren nördlichem Teil das Bergische Land nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil des Rheinlandes zu Nordrhein-Westfalen ging.

Naturräumlich liegt das Bergische Land fast komplett in der Haupteinheitengruppe Süderbergland, die auch fast das komplette Sauerland umfasst. Das Süderbergland stellt den nordöstlichsten Teil des rechtsrheinischen Schiefergebirges dar. Natürliche orographische Grenzen bilden im Norden die Ruhr, im Westen Kölner Bucht und Niederrheinisches Tiefland am Rhein und im Süden die Sieg. Der Naturpark Bergisches Land definiert das Gebiet darüber hinaus als Erholungsgebiet. Obwohl der Waldanteil recht groß ist, gibt es nur wenige größere zusammenhängende Waldgebiete.

Bewaldete Höhenzüge in langen Wellen und Wiesentäler prägen das Landschaftsbild. Nach Osten nimmt der Anteil der Waldlandschaft aufgrund der mit der Höhenlage verbundenen für die Landwirtschaft ungünstigeren Witterung zu. Bewusstsein der Bevölkerung die historische Zugehörigkeit zum Bergischen kaum noch vorhanden. Als Hauptstadt des Bergischen Landes wird inoffiziell zumeist die Großstadt Wuppertal gesehen, die das wirtschaftliche, kulturelle und industrielle Zentrum der Region bildet. Der Süden der Region hat mittlerweile aber einen stärkeren Bezug zu Köln entwickelt. Der Norden und Nordwesten des bergischen Landes bildet das Niederbergische Land, das vom Angerbach und der Düssel durchflossen wird.

Ein Talabschnitt der Düssel ist das Neandertal, in dem der Fundort des gleichnamigen Eiszeitmenschen liegt. 1904 der heutige Weltkonzern Bayer gegründet. Dort ist das größte der noch vorhandenen drei O-Bus-Netze Deutschlands zu finden. Remscheid ist auf die Innenstadt bezogen die höchstgelegene Großstadt nördlich der Donau. Dort liegt mit 24 Prozent Steigung eine der steilsten innerörtlichen Straßen Deutschlands. Der Westen des Oberbergischen Landes, der an Köln grenzt, gilt als beliebtes Wohngebiet für die Pendler der umliegenden Großstädte. Folge sind Steigungsregen, die auf relativ kurzer Distanz von 800 mm im Westen auf über 1350 mm im Osten im Jahresmittel ansteigen.

Die beiden Hauptflüsse des Bergischen Landes sind die etwa ein Drittel des Einzugsgebietes der Sieg einnehmende Agger im Süden und die direkt zum Rhein entwässernde Wupper nördlich davon. Die zentrale Ostgrenze stimmt ziemlich genau mit den Wasserscheiden von Agger und Wupper zur Ruhr überein. Im Bergischen Land gibt es viele Talsperren. Einige davon dienen als Trinkwasserreservoir für die angrenzenden großen Städte und darüber hinaus als Naherholungsgebiete. Weltweit gibt es kaum eine vergleichbare Region mit derart vielen Stauseen auf engem Raum. Die mit Abstand größte Stadt des Bergischen Landes ist Wuppertal.