Architektur in Sinzig PDF

Plan für ein Oktogonhaus von Architektur in Sinzig PDF. Beim Castel del Monte wird Aufgrund der Architektur eine sakrale Funktion vermutet.


Författare: Mattias Röcke.
Dieses Buch ist eine Entdeckungsreise durch die Architektur der rheinischen Kleinstadt Sinzig. Architektur ist Stein gewordene Geschichte. Wie zeigt sie sich heute und wie hat sie sich ab dem 19. Jahrhundert aus einem noch mittelalterlich geprägten Umfeld entwickelt? Es lässt sich eine stetig steigende Dynamik in Flächen- und Bevölkerungswachstum und eine immer größere Vielfalt von Architekturstilen und Gebäuden nacherleben. Auf der Grundlage ausführlicher Recherchen – unter anderem wurden 2625 Gebäude der Sinziger Innenstadt betrachtet – entstand so ein umfassendes und vielgestaltiges Bild der Architekturstile mit dem Schwerpunkt auf den Zeitraum von 1827 bis 2016.

Architektur ein Zentralbau oder -raum mit einem Grundriss in Form eines regelmäßigen Achtecks. Die wohl erste Anwendung eines Achtecks als Grundriss war im Athener Turm der Winde. Der zweifach achsensymmetrische Grundriss wurde bei säkular-repräsentativen Bauten wie auch bei Sakralbauten wegen der symbolischen Bedeutung der Zahl Acht gewählt. Sie steht meist für Vollkommenheit und göttliche Perfektion.

In frühmittelalterlichen Kirchengebäuden ist das Oktogon als eigenständiger Zentralbau zu finden. In der Romanik und Gotik finden sich Oktogone als Turmgeschosse und Vierungstürme, insbesondere bei Kaiserdomen. Eine Art der Ehrung stellt die oktogone Kuppel in der Kemptener St. Aufgrund der Gründungsgeschichte, Gründung und Stiftung des Kemptener Klosters durch Karl den Großen und seiner dritten Gemahlin Hildegard, stellt die in ihrer Grundform achteckige Kuppel einen Nachklang an den Aachener Dom dar.

Oktogon als nachträglicher Einbau in das Prätorium der Colonia Claudia Ara Agrippinensium des 4. Außerdem findet man in der Barockzeit häufig auf mittelalterlichen Turmgeschossen aufgesetzte, mit einem Zeltdach abgeschlossene Oktogone, die die Schallöffnungen für die Glockenstühle und mitunter Turmuhren haben. Im Festungsbau fand das Achteck u. Oktogon in den USA in der bürgerlichen Architektur kurzzeitig populär. Popularisiert wurde die Form von dem Phrenologen Orson Squire Fowler, der die Achteckform als ökonomischste Bauweise und ideale Wohnumgebung für den Menschen ansah. In den USA, vor allem an der Ostküste und im Mittleren Westen, existieren heute noch rund 500 dieser modischen Wohngebäude aus dem 19. In Berlin werden die eisernen, im 19.

Jahrhundert auf oktogonalem Grundriss entstandenen öffentlichen Bedürfnisanstalten scherzhaft auch als Café Achteck bezeichnet. Georg Friedrich Kempter: Das Oktogon als architektonische Grundform. Karlheinz Schaldach: Die antiken Sonnenuhren Griechenlands. Frankfurt am Main, 2006, ISBN 3-8171-1756-6, S. Franz Joseph Dölger: Das Oktogon und die Symbolik der Achtzahl.

In: Franz Joseph Dölger: Antike und Christentum, Band 4. Jürgen Rasch: Die Kuppel in der römischen Architektur. Entwicklung, Formgebung, Konstruktion, In: Architectura, Bd. Udo Mainzer: Die Pfalzkapelle Karls des Großen in Aachen als Teil des Welterbes.

Das Mittelalter in Rhein und Ruhr. Katalog zur Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie Herne vom 27. Georg Minkenberg: Der Barbarossaleuchter im Dom zu Aachen. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsverein 96, 1989, S.