Arbeit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung bei Hegel PDF

Dieser Artikel behandelt arbeit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung bei Hegel PDF Arbeit in der Philosophie. Die Arbeit im philosophischen Sinn erfasst alle Prozesse der bewussten schöpferischen Auseinandersetzung des Menschen.


Författare: Maxi Berger.
In der Reihe Hegel-Jahrbuch Sonderband (bis 2013 Hegel-Forschungen ) werden Monographien, Editionen und Sammelbände publiziert, die Hegels philosophisches Werk und das seiner Schüler analysieren. Dabei wird zugleich die Aktualität der hegelschen Gedankenwelt diskutiert, wobei auch Bezüge zu anderen Wissenschaftsdisziplinen Beachtung finden.

Ackerland als Ausdruck für dessen Bearbeitung. Das Wort Arbeit entwickelte sich aus dem Althochdeutschen arabeit über das Mittelhochdeutsche arebeit, die oft in den Bedeutungen Mühsal und Not stehen. Arbeit als Resultat dieser Anstrengungen: als Leistung, Werk. Tätigkeit des Menschen in Abhängigkeit von Natur und natürlicher Bedürftigkeit zum Zweck der Lebensunterhaltung und -verbesserung. Der Mensch, der zunächst für den Lebensunterhalt tätig ist, will für sich mittels gemeinschaftlicher Arbeit auch gesellschaftliche Anerkennung und ein sinnvolles Leben erreichen.

Mitwirkung und Teilhabe an Innovationen, kulturellen und künstlerischen Ereignissen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Entdeckungen und an der Entwicklung der politischen und sozialen Verhältnisse in der Gesellschaft. Damit befindet sich ein arbeitender Mensch mehr oder weniger in Konkurrenz zu Menschen in anderen sozialen Gruppen, wobei der Begriff der Arbeit selbst einem geschichtlichen Wandel unterliegt. Platon sah für die von ihm empfohlene bewusste schöpferische Auseinandersetzung mit der Natur und der Gesellschaft nicht die physisch-handwerkliche Tätigkeit, sondern die geistig-kontemplative Muße als Grundbedingung. Das mühsame, oft von wirtschaftlicher Not geprägte Schaffen der manuell arbeitenden Menschen wurde von den Philosophen der Antike als selbstverständliche Tatsache hingenommen und nicht problematisiert.

Im Mittelalter und während der Reformation wurden in Europa meist theologische Debatten über die Arbeit geführt. Gelehrte diskutierten über die Frage, ob manuelle Arbeit den Menschen von der Gottessuche abhalte oder als Form des Gottesdienstes anzusehen sei. In Auseinandersetzung mit den Theorien des 19. Hannah Arendt sieht die Arbeit nicht in Verbindung mit dem Freiheitsbegriff, sondern als Zwang zur Erhaltung des Lebens, dem der Mensch von der Geburt bis zum Tod ständig unterliegt.

Hannah Arendt drei Tätigkeiten: Arbeiten, Herstellen und Handeln. Jürgen Habermas kommt im Anschluss an seine Hegel-Interpretation 1968 auf die offene Frage zum Verhältnis von Arbeit und Interaktion. Im Spannungsfeld von Arbeit und dialogischer Interaktion bewegt sich auch die Praxisphilosophie des marxistischen Philosophen Helmut Seidel. Begriff für die von Menschen bewusst ausgeführten Interaktionen und Handlungen in sozialen und soziotechnischen Systemen, welcher Art auch immer diese Arbeitssysteme sein mögen.